EHC Chur – HCC Biasca 3:5

Zuschauer: 387
Tore für Chur: Peer, D. Gartmann, Scherrer,

Der EHC Chur verliert gestern Abend gegen den HCC Biasca mit 3:5 Toren und kassiert somit die allererste Heimniederlage der Saison überhaupt.

Eigentlich ist es ja ein wenig ausgelutscht, dennoch bleibt es bittere Tatsache: dem EHC Chur gehen langsam aber sicher die Spieler aus. Nachdem seit Kurzem auf Manuel Holenstein verzichtet werden muss, konnten gestern mit Andi Camichel (und auch Joel Wüthrich) zwei weitere Spieler nicht aufgeboten werden. Somit erstaunt es wenig, dass der Mannschaft neben der Qualität langsam aber sicher auch der Saft ausgeht, beides war (dann vor allem gegen Spielende) gut ersichtlich. Kam dazu, dass gestern mit dem HCC Biasca ein ungemütlicher Gegner zu Besuch war, der läuferisch auf die Tube drückte und wie eigentlich immer sehr schwer zu spielen war.

Bucher

Zum Spielgeschehen: das erste Drittel ging 2-2 unentschieden aus, dies weil Chur den frühen Tessiner Führungstreffer schnell egalisieren konnte (Peer), und weil Dario Gartmanns Knaller zum Führungstreffer wiederum umgehend ausgeglichen wurde. Die Trefferdupletten fielen ganz zu Beginn und ganz zu Ende des Drittels. Zwischendrin kam Chur zwar zu diversen Powerplaysituationen, konnte aber nicht reussieren.

Auch nach der ersten Pause ging es nicht lange, bis es wieder klingelte, es war Biasca, welches Churs Abwehr erneut zerpflückte und zum 2:3 einschoss (Dotti). Alle drei Treffer Biascas fielen nach kurzer aber starker Druckphase der Gäste, welche mit Tempo und Zug zum Tor den Erfolg fanden. Chur seinerseits hatte durchaus auch Chancen, stellte sich aber etwas umständlicher an (so entwischte z.B. Dani Peer alleine, scheiterte aber an Beltrametti).

Peer

Erst ein Lucky Punch vom auffälligen Simon Scherrer in der 38igsten Minute stellte den Ausgleich wieder her. Biasca liess sich aber nicht aus dem Konzept bringen und ging Anfangs des letzten Drittels erneut in Führung. Der EHC gab sich aber auch noch nicht geschlagen und holte weiterhin Strafen heraus, welche aber ohne nennenswerte Resultate verstrichen (vor allem in diesen Powerplays waren die vielen Absenzen augenfällig). Dem Ausgleich am Nächsten kam Jann Däscher, nachdem er sich links den Flügel hinauftankte, abschloss aber nur die Torstange traf. Der Schlussspurt der Churer wurde mit dem 3:5 unmittelbar nach dem Time Out unterbunden, und so konnten die erstaunlich vielen Biasca-Fans (ein Novuum: Tessiner Mannschaften bringen Supporter nach Chur mit) mit ihrer Mannschaft den nicht unverdienten Sieg feiern.

Fazit: wie sagte es doch ein Matchbesucher nach Spielschluss, „das ist kein Beinruch“. Tatsächlich ist dies so, auch im Hinblick auf die Punkteteilung zu Weihnachten. Die Mannschaft hat sich nicht sonderlich viel vorzuwerfen, einzig die Überzahlsituationen waren schlicht schwach gespielt. Die Niederlage gegen ein pfiffig aufspielendes Biasca unter den bereits oben erwähnten Umständen kann jedoch akzeptiert werden. Zu hoffen bleibt nun, dass die medizinische Abteilung bis Samstag den einen oder anderen Spieler noch fitbekommt, damit das Derby mit etwas mehr Manpower bestritten werden kann.

Spielwertung: **

Die drei besten Churer:
*** Dani Peer (1 Tor, 1 Assist, auffällige Partie und auch offizieller Best Player)
** Simon Scherrer (kämpfte, sprintete, versuchte vieles, und schoss das 3:3)
* Dario Gartmann (ebenfalls Torschütze)

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