HCC Biasca – EHC CHUR 1:3

Zuschauer:
gemäss Regioleague 613, davon 800 aus Chur. Realistisch wohl etwa 400 und 60 aus Chur

Torschützen: S. Gartmann, M. Holenstein, D. Gartmann

 

Die Vorgabe war klar: Chur muss mindestens ein Auswärtsspiel in der schmucken, bestimmt von einer Frau designten, Halle in Biasca gewinnen, um den Final (gegen Dübendorf, das sich in 3 Spielen gegen Frauenfeld durchgesetzt hat) zu erreichen. Und so legten die Churer auch los. Die Biaschesi wurden minutenlang im eigenen Verteidigungsdrittel eingeschnürt, nur das altbekannte Problem der Chancenauswertung und ein erneut sackstarker Beltrametti verhinderten eine frühe Führung für die Steinböcke. Es dauerte ganze 6 Minuten und 21 Sekunden, bis Lele Sarkis zum ersten Mal geprüft wurde, zu diesem Zeitpunkt hätte Chur schon mit zwei oder drei Toren führen können. Es war die pure Dominanz und eine Macht-Demonstration, was die Mannen in Weiss auf das Eis zauberten. Aber dominieren allein wird halt nicht belohnt, es geht ums Tore schiessen, und da sündigten unsere Jungs halt wieder mal. Pausenstand nach dem ersten Drittel: Chur 0, Beltrametti 0.

Ins zweite Drittel starteten die Churer nicht mehr so überzeugend, dies auch darum, weil Biasca stärker dagegen hielt. Leider nicht mit spielerischen Mitteln, sondern mit hartem, teilweise richtig dreckigem Spiel. Ich fand den Schiri heute richtig, richtig gut, er hat keine Strafen gepfiffen, die keine waren. Allerdings hätte er gerne ein bisschen härter durchgreifen können, teilweise war es schon gemeingefährlich, was sich die Tessiner leisteten. Die Ellbogen waren bei praktisch jedem Check auf Kopfhöhe (Scherrer und Holenstein waren die beliebtesten Ziele, unglaublich was die heute einstecken mussten). So gern ich die Reise nach Biasca auch mitgemacht und die leckere Pizza im Station genossen habe, dieses Team wird niemand in der 1. Liga vermissen. Sollen sie es im B mit ihrem dreckigen Spiel versuchen. Spielt Eric Lecompte eigentlich noch? Der soll sich bitte mal den Colombo vornehmen…

Aber zurück zum Spiel. Nachdem das erste Powerplay Mitte des ersten Drittel schon nicht schlecht ausgesehen hatte, aber leider ohne Erfolg blieb, eröffnete Sandro Gartmann mit einem knallharten One-Timer im zweiten Powerplay nach 8 Minuten des Mitteldrittels das Score. Herrlicher Schuss!
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Nach rund 30 Minuten musste Stefano Raganato auf die Strafbank. Die Churer überstanden die Strafe ohne Gegentreffer, als Raganato jedoch kaum wieder auf dem Eis war, brannte es lichterloh vor Sarkis und der Pfosten musste für den bereits geschlagenen Torhüter retten. Schwein gehabt! Dann war es wieder an einem Tessiner, in der Kühlbox Platz zu nehmen. Dieses Mal lief das Powerplay nicht so gut, Biasca konnte sich immer wieder befreien, bis es Manuel Hockeygott Holenstein zu blöd wurde, er sich den Puck schnappte und diesen mit einer herrlichen Einzelaktion im Netzhimmel versenkte. 2:0! Grande Emotioni in il Fanblocko Coira.

In der 36 Minute gabs die nächste dreckige Aktion, ein übler Bandencheck, für den der Tessiner auch gerne mehr als nur 2 Minuten hätte verbüssen dürfen. Zum Glück konnte der Churer nach kurzer Behandlung weiterspielen. Das Powerplay verstrich leider ohne weiteres Tor. Das Drittel neigte sich dem Ende entgegen, die letzten Sekunden liefen runter und alle wähnten sich wohl schon beim Bier, als es 3 Sekunden vor Schluss doch tatsächlich aus heiterem Himmel hinter Lele Sarkis einschlug. Ein völlig unnötiges Tor aus dem Nichts, und der einzige Kritikpunkt, den ich unserem Team heute machen muss: Wie schwer kann es sein, einen Puck aus dem Drittel zu schiessen? Es gab heute unglaublich viele Szenen, als der Puck einem Tessiner Stürmer pfannenfertig auf den Stock „geklärt“ wurde. Oder man es mit einem Lupfer versucht hat, den der Verteidiger vor der blauen Linie runterpflücken konnte. Das muss besser werden, das sind Einladungen für Gegentore. Zum Glück hat der Einsatz heute in der Verteidigung gestimmt und diese Fehler wurden sofort wieder ausgebügelt.

Nach zwei Dritteln: Chur 2, Beltrametti 1

In den ersten paar Minuten des dritten Drittels war Biasca die klar stärkere Mannschaft, ohne aber für richtige Gefahr vor Sarkis zu sorgen. Aber auch die Churer setzten immer wieder Nadelstiche und hielten stark dagegen. In der 52. Minute packt Manuel Holenstein seinen berühmtberüchtigten Laserpass aus, von tief in der eigenen Hälfte lanciert er Dario Gartmann, welcher – hart bedrängt von einem Verteidiger – Beltrametti gekonnt ausspielt und den Puck dann nur noch ins verwaiste Tor schieben muss. Dritter Treffer für Chur, und auch dieser eine Augenweide!
Biasca Gartmann

Die letzten Minuten konzentrierten sich unsere Jungs aufs Verteidigen, der Puck wurde ohne grosse Angfriffsauslösung nur noch nach vorne gespielt und das Spieldiktat vollends Biasca überlassen. Deren Wille war zwar zu erkennen, unsere Defensive stand heute aber sehr gut, von einigen Ausnahmen mal abgesehen. Beltrametti verliess rund 1 Minute vor Schluss den Kasten und die Churer hatten die besseren Chancen, noch ein Tor zu erzielen, es blieb aber beim absolut gerechten 3:1 für Chur. Der benötigte Auswärtssieg ist also da. Macht den Sack am Samstag also bitte zu, niemand will am Dienstag nochmals nach Biasca.

Spielbewertung (1-5): ****

Die drei besten Churer:
*** Manuel Holenstein
** Dario Gartmann
* Dani Peer

 ALLE BILDER ZUM SPIEL GIBT ES HIER 

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