Im allgemeinen Trubel beim EHC Chur vergessen wir oftmals einen Blick über den Tellerrand, oder in diesem Falle über den grossen Teich. Denn drüben in Nordamerika spielt einer, der den Steinbock stets im Herzen trägt und seine Heimat, seine Stadt und seinen Club nie verleugnet. Die Rede ist von Nino Niederreiter, Stürmer der Minnesota Wild – einem wahren Churer Jungen. (Beitragsbild © NHL)

Es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass Niederreiter – vielleicht abgesehen von Renato Tosio – der grösste Churer „Hockeyexport“ aller Zeiten ist. Die Tatsache, dass er in der besten Eishockeyliga der Welt dermassen auftrumpfen kann (307 Spiele, 119 Punkte), unterstreicht diese Behauptung eindrücklich. Eigentlich ist der Churer sogar bereits in seinem jungen Alter zum „besten“ Schweizer Stürmer aller Zeiten geworden, kein Eidgenössischer Angreifer wies/ weist in der NHL auch nur annähernde Werte auf.

A Propos Eidgenosse, mit der Schweizer Nati ist Niederreiter ein weiteres Husarenstück geglückt, wir erinnern uns nur zu gerne an die Silbermedaille von Stockholm von vor drei Jahren. Auch an diesem Erfolg hatte El Nino mit seiner ansteckenden Spielweise massgeblichen Anteil. Stolz präsentierte er sich kurz darauf in der Schweizer Illustrierten mit der Silbermedallie, dabei wählte er als Hintergrundsujet nicht ganz zufällig das EHC Chur Logo auf der Spielerbank im Hallenstadion.

Obwohl Niederreiter den EHC bereits früh Richtung Landwassertal und später nach Nordamerika verliess, betont er stets die Verbundenheit zu seinem Stammclub. Sei es in seinen tweets, auf facebook oder Zuletzt auch wieder im Sonntagsblick, als er betonte, dass er eines Tages gerne „für diesen wunderbaren Club, der mir das ABC des Eishockeys beigebracht hat, arbeiten möchte.“ Ebenfalls fügte er an, dass die Ehrenbürgerschaft der Stadt Chur (gemeinsam mit Thomas Domenig erhalten) für ihn eine ungemein grosse Ehre ist.

Heute Abend sehen wir Nino Niederreiter wieder auf dem grossen Eisfeld in Action, im letzten Vorbereitungsspiel zur WM trifft er mit der Schweizer Hockeynati auf Deutschland (19:30 SF2 oder Sport 1). Danach geht es nach Moskau, wo die Schweiz zum Auftakt am Samstagvormittag auf Kasachstan trifft. Ob eine weitere Medaille ein realistisches Ziel ist, sei dahingestellt, auf jeden Fall werden wir in den Genuss von mindestens sechs WM-Spielen mit Nino Niederreiter kommen, und wie wir ihn kennen, wird er nichts unversucht lassen, um der Schweiz zum Siegen zu verhelfen. Wir können jedenfalls gespannt sein und freuen uns auf die Einsätze vom neuesten Churer Ehrenbürger Nino Niederreiter – einem von uns!

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