EHC Chur vs. EHC Dübendorf 1:4
Tor für Chur: Däscher
Zuschauer: 691

Die Spannung vor dem erneuten Spitzenkampf zwischen dem EHC Chur und dem EHC Dübendorf war gross. Zwar trennten Steinbock und Einhorn vor dem Spiel immerhin 6 Punkte, doch hatten sich die beiden Mannschaften in den bisherigen Duellen immer äusserst knapp getrennt, Chur siegte im Oktober in Dübi mit 2:3, den Glattalern glückte die Revanche vor zwei Wochen mit 2:3 n.V. im Hallenstadion. Es sollte also in diesem dritten und vorerst letzten Duell wieder knapp werden. Und, wurde es…?

Nein, leider nicht. Denn der EHC Dübendorf, der gemäss eigenem facebook-Post „wohl das vielleicht reifste Spiel der bisherigen Meisterschaft ablieferte“, siegte auch in der Höhe verdient mit 1:4 Toren und demonstrierte auf eindrückliche Weise, wieso er nun bereits seit über zwei Monaten nicht mehr verloren hat.

Zum Spiel: Bereits nach 31 Sekunden war es Ligatopscorer Ken Künzli, der völlig freistehend im Slot angespielt wurde und der Lele Sarkis mit einem satten Schuss keinerlei Abwehrchance liess. Chur fand nur langsam ins Spiel, dennoch boten sich rasch zwei Powerplaymöglichkeiten. Während die Erste Überzahl noch ungenutzt verstrich, war es beim zweiten Zürcher Ausschluss Jann Däscher, der einen Nachschuss vom Versuch Dario Horbers zum Ausgleich einnetzen konnte. Nur logisch, dass die etatmässig zweite PP-Reihe reussiert hatte, so waren Däscher, Horber, Peer und co. auch bereits im ersten Überzahlspiel gefährlicher gewesen als unser 1. Block.


Dübi zeigte sich von diesem Ausgleich unbeeindruckt, sie drückten weiter, und zwar vor Allem aufs Gaspedal, nutzten die gesamte Eisbreite für ihr sicheres Kombinationsspiel und spielten sich regelmässig gefährlich vors Churer Tor. Der EHC seinerseits konnte sich seltener vor Remo Trübs Gehäuse vorkämpfen, eine der grössten Chancen hierbei verpasste Lukas Sieber nach Zuspiel von Yannick Bucher.
Kurz nach Drittelsmitte bejubelte Dübendorf die erneute Führung, aber, zu früh gefreut, Sarkis hatte eine Grosschance der Gäste nämlich Zunichte gemacht, irgendwie. Das Tor wurde jedenfalls nach kurzer Besprechung der Unparteiischen annuliert.
In der ersten Überzahlsituation der Gäste klingelte es dann aber doch, das starke Powerplay Dübendorfs (und die etwas zu eng stehende Churer Box) führten zu Andreas Bührers verdientem 1:2 Führungstreffer.

Im Mitteldrittel ging es im selben Stile weiter, Dübi spielte ihr schnelles, sicheres Spiel und zwang den bärenstarken Lele Sarkis immer wieder zu guten Paraden, besonders auch in einem weiteren brandgefährlichen Powerplay der Glattaler.
Zu allem Ungemach schied dann auch noch Claudio Engler am Gesicht getroffen blutend aus dem Spielgeschehen aus (und wurde durch Marc Naef ersetzt). Aber Entwarnung: „Engi“ kehrte glücklicherweise bereits wieder fürs letzte Drittel aufs Eis zurück.
Die Überlegenheit des EHC Dübendorf äusserte sich in einem unerlaubten Befreiungsschlag von Dario Gruber, worauf Macel Habisreutinger bereits in Spielminute 27 sein Time Out nehmen musste. Aber erst gegen Ende des Drittels kam der EHC wieder zu einigen Möglichkeiten, Gruber, Holenstein und John scheiterten jedoch. Zu diesem Zeitpunkt hätte man froh sein können, dass es „nur“ 1:2 stand, hätte, weil Dübendorfs Bürer einen Fehler der Churer Hintermannschaft zum ärgerlichen 1:3 nur gerade 27 Sekunden vor der Pausensirene nutzte.

Drei brandgefährliche Churer Abschlüsse (wovon Dario Horber gar das Pech hatte, den Pfosten zu treffen) lancierten vor knapp 700 Zuschauern das letzte Drittel. Leider gelang es dem EHC aber nie, sich länger im Angriffsdrittel einzunisten, was vor allem der weiterhin fehlerlosen Mannschafstleistung Dübendorfs (und dem – na sagen wir mal – zu spärlich abgerufenen Durchsetzungsvermögen der Mannen in Schwarz) lag. Im Gegenteil, es war weiterhin Sarkis, der seine Vorderleute mit tollen Saves noch einigermassen im Spiel halten musste.
Das im Eishockey aber immer etwas gehen kann, zeigte sich gut zehn Minuten vor Schluss, als der EHC zu einer vierminütigen Überzahlgelegenheit kam. Ein sechster Feldspieler, einige guten Abschlüsse und ein Maskenknaller vom sonst diskreten Lukas Sieber reichten aber selbstredend nicht, um den Anschlusstreffer zu bewerkstelligen.
Als es dann bereits in die Endphase ging, fasste Marc Naef ebenfalls einen Vierminüter, womit der Mist endgültig geführt war. Seilers 1:4 ins verwaiste Gehäuse stellte den Schlusspunkt dieser Partie dar.

Die besten drei Churer:
* * * Sarkis
* * Holenstein
* Däscher

Alle Fotos zum Spiel gibt es HIER

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