Pikes EHC Oberthurgau vs. EHC Chur 1:3

Tore für Chur: John, Lampert, Holenstein
Zuschauer: 195 (davon 2/3 aus Chur) 

Der EHC Chur siegt weiter. Gegen die Pikes Oberthurgau resultierte kein überragender, aber ein solider 3:1 Auswärtserfolg.

Vorweg, es war kein sonderlich intensives und kampfbetontes Spiel, vielmehr hiess die Devise “spielen und spielen lassen”. Wieso auch nicht, denn weder die Pikes noch unser EHC Chur hatten viel zu verlieren, für die Thurgauer ging es sogar um rein gar nichts mehr, während der EHC wenigstens noch um die Sicherstellung des zweiten Tabellenrangs spielte (1 Punkt aus den letzten beiden Spielen würde reichen).

Zum Spiel: Pepe Bigliel fasste – kaum dass angespielt war – eine erste Zweiminutenstrafe wegen Hakens. Dieses Überzahlspiel nutzten die Pikes dann auch gleich zur Führung, den Schuss von Andreas Ambühl (ja, der heisst tatsächlich so) konnte Lele Sarkis zwar noch abwehren, nicht aber den Nachschuss von Marco Suter. Dieser Treffer in der dritten Spielminute sollte – wie wir nun wissen – der einzige Torerfolg der Gastgeber bleiben.
Zu behaupten, dass der EHC Chur nach diesem Gegentreffer sofort den Ausgleich suchte, wäre übertrieben, dennoch kreuzten die Mannen in Weiss in der Folge regelmässig vor Pikes Goalie Schenkel auf, so gelang dies beispielsweise Dario Gruber mit einem sehenswerten, aber unbelohnten Solo.

Etwa bei Drittelsmitte stiess Pierino Bigliel alleine vor dem Thurgauer Tor vor, wurde aber von deren Goalie unfair gebremst. Nach einem darauffolgenden Gemenge fanden sich plötzlich zwei Pikes auf der Strafbank wieder, Chur kam zu einem 5:3 Powerplay. Dieses verstrich aber ohne zählbare Erfolge.

Das eher laue erste Drittel verdient noch zwei weitere Erwähnungen: so scheiterten Livio Roner und Manuel Holenstein in Spielminute 15 nach gutem Zusammenspiel am aufmerksamen Pikes-Goalie Schenkel, drei Minuten später scheiterte auch das Heimteam auf der Gegenseite, nämlich an der Torumrandung. So ging es mit einem 1:0 für die Oberthurgauer in die erste Pause.

Auch Drittel Zwei begann mit einem Churer Ausschluss (John). Doch die grösste Chance während dieser zwei Minuten hatte Manuel Holenstein, dessen Schuss von der rechten Seite am Schoner des Heimtorhüters abprallte. Bei Gleichbestand kamen Lampert, Morandi und Horber zu weiteren Abschlussmöglichkeiten, welche am Spielstand aber nichts ändern konnten. Als dann Chur zu einer Powerplaymöglichkeit kam, scheiterten die Steinböcke an der mangelnden Effizienz, zu oft wurde ein weiterer Pass, meist nach aussen gespielt, anstatt das Heil im direkten Abschluss zu versuchen.

Aber, Chur wurde immer besser, und die logische und verdiente Konsequenz folgte dann doch noch: Bigliel lief halbrechts ins Angriffsdrittel und bediente den mitgelaufenen Andi John, welcher die Scheibe zum 1:1 Ausgleichstreffer halbhoch in die nahe Ecke beförderte.
Auch die zahlreichen, aber zuvor eher ruhigen Churer Fans liefen langsam aber sicher zu Hochform auf, die zweite Spielhälfte wurde zu allerlei sinnvollen und auch sinnfreien Sprechchören verwendet. Kann man ja mal machen, wenn ein Spiel ohne gröbere Anspannung läuft.

Der allseits bekannte (und beim ersten Spiel in der EZO mit vier Treffern noch hocherfolgreiche) Michael Loosli kam nach 33 gespielten Minuten zu einer hochkarätigen Chance, wurde aber alleine anstürmend von Lele Sarkis gebremst. Unmittelbar danach brannte es erneut vor dem Churer Gehäuse, doch ein Gegentreffer wurde mit vereinten Kräften verhindert. Auch Chur kam seinerseits zu Chancen, Claudio Engler und Manuel Holenstein z.B. verpassten aber im gleichen Spielzug. Letztgenannter Holenstein (welcher übrigens nach Spielschluss mit einem Plakat der Fans zum Verbleib beim EHC Chur ermuntert wurde) bediente etwas später den mitgelaufenen Curdin Lampert mustergültig, welcher die Gäste kaltschnäuzig zur Führung schoss. Dank einer Churer Leistungssteigerung im Mitteldrittel war dieses 2:1 nicht unverdient.

Die letzten zwanzig Minuten vergingen kurzweilig, aber ohne nennenswerte Aktionen. Erst kurz vor Schluss wurde es einige Male brenzlig, so gelangte beispielsweise ein Querschläger unmittelbar vor Sarkis auf eine Thurgauer Kelle oder wenig später musste unser Torwart einen gefährlichen Lupfer pflücken. Auf der Gegenseite wurde Dario Grubers vermeindlicher 3:1 Treffer vom ansonsten guten Schiri Häusler aus nicht bekannten Gründen aberkannt, erst Manuel Holenstein gelang dann mit einem Empty Netter gut eine Minute vor Spielschluss die Siegsicherung.

Der Erfolg wurde mit einer doch ausgiebigen Siegesfeier mit der Mannschaft und einigen Wellen mit einzelnen Akteuren (u.A. auch mit den Gartmann-Zwillingen) abgerundet.

Die drei besten Churer:
*** Curdin Lampert
** Andi John
* Claudio Engler

Anmerkung: Das 3:1 bei den Pikes Oberthurgau bedeutet nicht nur drei Punkte, sondern auch die vorzeitige Sicherung des zweiten Tabellenrangs und die Gewissheit, in den bald anstehenden Playoffs auf den EHC Wetzikon zu treffen.

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