EHC Basel vs EHC Chur 5:3
Tore für Chur: Pozzorini (2x), Infanger
Zuschauer: 823

Mittelmass und keine Punkte in Basel

Der EHC Chur verliert auch seine zweite Partie beim EHC Basel. Vor gut gezählten 823 Zuschauern in der St. Jakob Arena unterliegen die Steinböcke in einer mittelmässigen Partie einem nur unwesentlich stärkeren EHC Basel mit 3:5 Toren. 

Die Partie begann für den EHC Chur gut. Bereits nach drei Minuten könnte sich Alessio Pozzorini nach Pass von Lukas Sieber (der aufgrund der Absenz von Alban Rexha wieder das Topscorer Dress trug) freistehend die Ecke aussuchen, die schnelle Führung für die Gäste war da. Kurz darauf wäre dem EHC beinahe der zweiter Treffer gelungen, Sieber tankte sich in Unterzahl durch die gegnerische Verteidigung, Simon Scherrer verpasste leider die daraus resultierende Topchance.

Eine erste Überzahlmöglichkeit für Chur nach neun Spielminuten verstrich ohne nennenswerte Gelegenheit, das Powerplay war – wie so oft – ungenügend. Besser stellten sich die Mannen in Weiss erneut in Unterzahl an, der auffällige Lukas Sieber brachte den Puck aber nicht am starken Damian Osterwalder vorbei.

Wer sie nicht macht, der bekommt sie: eine Strafe gegen Schaub war soeben ausgelaufen, als Basels Topscorer Marco Vogt im zweiten Versuch den heute wieder berücksichtigten Roman Bearth ein erstes Mal überwand. Unmittelbar nach einem nicht geahndeten Bandencheck gegen Sebastian Roussette wurde es gar noch schlimmer, ein tückischer Schlenzer aus der Ferne zappelte zum Erstaunen Vieler in den Churer Maschen. 2:1 für Basel nach 20 gespielten Minuten.

Der EHC konnte zu Beginn des Mitteldrittels mit einem Mann mehr agieren, obwohl daraus keine grösseren Gelegenheiten entstanden, war es der Start zu einer guten Phase der Gäste, ja sogar ein ansprechendes Powerplay konnte installiert werden, worin Jordan Pfennich die beste Torchance vergab. Ein weiteres Überzahlspiel führte dann tatsächlich zum Ausgleichstreffer des EHC Chur, Luca Infanger schloss eine schöne Kombination über John und Engler erfolgreich ab.

Dieser Treffer weckte nun aber Basel, die Hausherren übernahmen das Zepter und machten Druck auf Roman Bearth. Das 3:2 für die Gastgeber erfolgte aber ironischwerweise nicht während der Druckphase, sondern als Chur zwischendurch auch wieder zum Angriff bliess und promt in einen Konter lief (Vogt, 33′).

Der EHC Chur wollte nun reagieren, und nach einer unübersichtlichen Situation vor Osterwalder reckten sie plötzlich sogar die Arme jubelnd in die Höhe. Doch anstatt des Ausgleichstreffers (die Scheibe war tatsächlich nicht im Tor) gab Schiri Rüegg nur eine Strafe. Diese konnte durch eine weitere Chance und einen Rahmentreffer nicht genutzt werden. Erneut – und wir wiederholen uns – kam Chur dem Ausgleich in einer darauffolgenden Unterzahl näher, als Claudio Engler Basels abwehr dupierte, aber im Abschluss scheiterte.

Das Schlussdrittel hatte kaum begonnen, als der EHC Basel seinen vierten Treffer bejubelte. Die Einen redeten von einem Knaller ins Kreuz, die Anderen von einem haltbaren Samstagsschuss, ich will ehrlich sein, ich habs nicht gesehen, denn mit einem Treffer nach 7 Sekunden muss nun wirklich nicht gerechnet werden. Schade.

Die Aufholjagd hatte also einen Dämpfer erhalten, und so manch einer im gut gefüllten, aber erstaunlich ruhigen Churer Fansektor verwarf bereits resignierend die Arme. Unsere Mannschaft gab aber noch nicht klein bei, der Anschlusstreffer musste her, irgendwie. Und es war wirklich ein “irgendwie”: Dennis Urech schoss Lukas Sieber an den Kopf, die Scheibe prallte in den Slot, wo Alessio Pozzorini seinen zweiten Treffer des Abends markierte. Chur blieb dran, doch je länger die Partie ging, desto weniger wollte gelingen. Basel hingegen verzeichnete  einen Lattenknaller und schloss fünf Minuten vor Schluss einen Konter zum siegsichernden 5:3 ab.

Der EHC Chur kam noch zu einer guten Gelegenheit, als gleich drei Weisse Richtung Osterwalder und einen einzelnen Verteidiger zogen, aber nicht reussierten. Gleich danach nahm sich der Stadtclub nach einem unkorrekten Spielerwechsel sämtliche Siegchancen.

Fazit: Ein Spiel, welches bald vergessen sein wird. Mittelmässige Leistung, ein mittelmässiger Gegner, mittelmässige Stimmung auf den Rängen und der zweite Nuller in dieser Woche. Auf ein Besseres in Brandis, hoffentlich wieder mit Alban Rexha (der – wie alle Verletzten – schmerzlich vermisst wird).

Die drei besten Churer:
*** Alessio Pozzorini
** Claudio Engler
* Lukas Sieber

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