EHC Chur vs EHC Sion 3:8
Tore für Chur: Lampert, Morandi, Horber
Zuschauer: 619

Der souveräne Leader der My Sports League, der EHC Sion, musste diesen Samstag das erste Mal im Hallenstadion Chur antreten. Alle Churer rechneten wohl mit einem sehr schwierigen Spiel, dass es aber möglich ist, Sion zu schlagen, zeigten die Churer beim Auswärstspiel, welches man denkbar knapp mit 4:3 verloren hatte, oder auch Wiki mit einem 5:2 Auswärtssieg.

Nach 35 Sekunden durfte Chur bereits das erste mal Power Play spielen, dass dies aber nicht zu unseren Stärken gehört wurde hier mal wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. So hatte Sion nach gut drei Minuten die erste gute Chance des Spiels, Nick Marois entwischte der Churer Abwehr und Horber wusste sich als letzter Mann nur noch mit einem Haken zu helfen. Penalty Sion. Schütze Marois liess Sarkis keine Chance und erzielte das 1:0 für Sion.

Chur erhielt keine Minute später erneut die Chance zum Powerplay, wie das ausging könnt ihr euch aber sicher schon denken. Kaum war die Strafe gegen Sion zu Ende, fanden sich die Churer selbst in Unterzahl. Sion erteilte den Churern in dieser Überzahl die erwartete Lehrstunde und traf nach 44 Sekunden. Ein satter Schuss von der blauen Linie wurde für Sarkis unhaltbar abgelenkt.

Der EHC wollte dies nicht auf sich sitzen lassen und wirkte sichtlich bemüht, den Anschlusstreffer zu erzielen (eigentlich nur Rexha, der in kürzester Zeit den Puck zwei mal vors gegnerische Tor spielte, wo aber kein Mitspieler verwerten konnte). Beim dritten Versuch hingegen klappte es, Rexha zog selbst aufs Tor, brachte den Puck aber nicht im Tor unter, Lampert kam und lupfte den Puck am nahen Pfosten über die Schulter von Sion Torhüter Ritz. Nur noch 1:2, die Hoffnung war zurück! Zumindest für ein paar Sekunden, denn keine Minute später wurde ein Kullerschuss von Sion erneut abgelenkt, 3:1 für die Gäste. Und 30 Sekunden vor Schluss wurde es dann ganz bitter für unseren EHC, ein (wer hätte es gedacht) abgelenkter Schuss fand erneut den Weg über den Fanghandschuh von Sarkis ins Tor. 4:1 für Sion. Ouch.

Das zweite Drittel begann zuerst ziemlich langweilig ohne nennenswerte Chancen, doch dann kam die Sternstunde vom Fabian Morandi. Mit einem wunderschönen Dribbling im Mittelfeld liess er zwei Verteidiger stehen, sein kräftiger Schuss traf genau in den Winkel, was für ein Traumtor! Sein erster Skorerpunkt im 20. Saisonspiel dieser Saison.

Chur zurück im Spiel. Jedoch auch nur bis Sion wieder Powerplay spielen durfte, was zwei Minuten nach dem Treffer von Morandi der Fall war. Keine 30 Sekunden dauerte es bis die Scheibe durch einen Abpraller erneut im Churer Tor lag. Da schlief die Churer Abwehr inkl. Sarkis. Erstaunlicherweise setzte Coach Habisreutinger daraufhin ein Zeichen von der Bank, Time-Out + Goaliewechsel Mitte Spiel. Gebracht hatte es leider nichts, nach nur einer Minute war auch “Ersatz”-Torhüter Bearth geschlagen. Der Assist kam übrigens von Urech, der den Puck von hinter dem Tor genau auf die Schaufel des Sion Stürmers im Slot spielte.

Danach eine kuriose Szene, mit gefühlt einem km/h rutschte die Scheibe durch die Beine von Bearth Richtung Tor, der Schnee auf der Torlinie verhinderte jedoch das siebte Tor für Sion, obwohl einige Sion Spieler bereits jubelten. Danach gab es erneut ein Powerplay. Schuss von der blauen Linie, Ablenker, Tor. Ihr dachtet bestimmt alle an Sion während dem Lesen, tatsächlich waren es aber mal die Churer, die das so hinbekamen. Bigliel schiesst von der blauen Linie und Horber lenkt ab. Mit dem Spielstand von 3:6 geht es in die zweite Pause.

Im dritten Drittel waren die Churer in der Offensive noch seltener anzutreffen als in den Dritteln davor, ein Pfostenschuss von Sieber und einer von Rexha waren gefühlt die einzigen Torschüsse in diesem Drittel. Sion hingegen erzielte noch zwei weitere Tore, ein Tor erneut vorbereitet von Urech und das andere mit einem Doppelpass schön herausgespielt.

Chur verliert also zuhause 3:8, ganz bitter. Nach dem Spiel wurde Urech noch zum besten Spieler der Churer gewählt, ob es sich dabei einfach nur um Selbstironie handelte oder ob man einfach den Fakt ignoriert, dass beide seine Vorlagen an den Gegner gingen, sei dahingestellt, es passte jedenfalls zum gestrigen Abend.

Fazit: Sion war einfach eine Nummer zu gross und Chur in sämtlichen Belangen überlegen. Die vierte aufeinanderfolgende Niederlage zieht Chur langsam aber sicher in eine Krise. Die nächsten drei Heimspiele gegen Thun, Wiki und Seewen sind alle ein must-win, wenn man den Anschluss an die oberen Sieben nicht verlieren will.

Die drei besten Churer:
*** Fabian Morandi
** Die Nummer 11 der GKB-Hockeyschule
* Der Schnee auf unserer Torlinie

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