EHC Chur – EHC Seewen 3:4
Tore für Chur: 2x Lampert, Horber
Zuschauer: 412

Ab in Abstiegskampf

Der EHC Chur verliert auch gegen den EHC Seewen und hat nun endgültig und definitiv keine Chance mehr auf die Playoffs. Die ganze Konzentration kann sich nun auf den Abstiegskampf fokussieren, denn noch besteht die Chance des Super-Gau.

Laut Dario Horber in der SO vom Mittwoch hat die Mannschaft kein Einstellungsproblem und die Fans täten ihnen unrecht, so etwas zu behaupten. Nun, wenn sich das Verhältnis von Selbst- und Fremdwahrnehmung so massiv unterscheidet, wäre es schon viel eher angebracht gewesen, sich Gedanken zu machen, warum so viele Zuschauer ihren Willen und ihre gute Einstellung nicht sehen. Wie dem auch sei. Beim Spiel der allerletzten Chance stimmte die Einstellung auch in der Aussenwahrnehmung. Die Churer waren gestern bereits zu Spielbegann wach und zeigten eine kämpferische ansehnliche Leistung. Sinnbildlich dafür Pascal Gemperli, der sich in einer Unterzahlsituation in einen Schuss warf. Eine Szene, die man auf einheimischen Eis schon länger nicht mehr sah. Gekrönt wurde dieser Effort in der 8. Minuten als Curdin Lampert den Puck zur Führung reinstocherte. Chur war im ersten Drittel die leicht bessere Mannschaft in der ausgeglichenen Partie.

 

Die ersten Minuten des zweiten Drittels war klar von Chur geprägt. Sie spielten ansehnliches Eishockey und kamen zu verschiedenen Chancen. Curdin Lampert war es wieder, der für die 2:0 Führung traf. Nicht mal zwei Minuten später kassierte Chur den Anschlusstreffer und vorbei war es mit der Sicherheit und der ansehnlichen Leistung. Chur kam stark unter Druck und konnte nur mit Müh und Not den Ausgleich vermeiden. Kaum war Chur dabei sich zu fangen, kassierte Dario Horber eine sehr, sehr fragwürdige Strafen wegen einer Schwalbe. Seewen nutzte diese Chance gnadenlos aus und traf im Powerplay zum Ausgleich.

 

Das letzte Drittel begann ausgeglichen und man sah beiden Mannschaften die Nervosität an. In der 47. Minute erzielte Dario Horber den erneuten Führungstreffer. Den Churer Fans war ob des kleinen Vorsprung Angst und Bange. Wurde doch (beinahe) alle knappen Spiele in dieser Saison verloren. Leider kam es auch in diesem Spiel dazu. Lele Sarkis zog wahrscheinlich seine schwächsten fünf Minuten im Churer Dress ein und kassierte zwei, nett ausgedrückt, haltbare Tore. Somit verliert der EHC Chur ein weiteres Spiel und kann die Playoffs nicht mehr erreichen. Der EHC Seewen hat jedoch noch eine realistische Chance, diese zu erreichen. Ich wünsche dem EHC Seewen an dieser Stelle viel Glück für die kommenden Spiele und drücke ihnen die Daumen, dass sie die ersten Playoffs der MSL erleben dürfen.

 

Fazit: Der Mannschaft fehlt nicht nur die sportliche Qualität, sondern scheint auch einen mentalen Knacks zu haben. Anders scheint die Unsicherheit, die nach einem Gegentreffer entsteht, nicht zu erklären sein. Und dies trotz eines ausgebildeten Mentaltrainer an der Bande…

Die drei Besten Churer:
*** Lampert
** Ehinger
* Gemperli

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