EHC Chur vs Star Forward: 2:3
Zuschauer: 433
Tore für Chur: Sieber L., Bucher

Nach vier Niederlagen in den ersten vier Spielen wurde eine Reaktion am Mittwoch Abend gegen Star Forward erwartet. Dass dies gegen den Tabellen fünften Morges, die nur gegen Valais verloren haben, nicht einfach wird war aber auch allen klar. Die vierstündige Anfahrt am Mittwoch und der extrem dünne Kader von Star Forward mit 11 Spielern und 2 Torhütern sorgte aber für Hoffnung.

Beide Teams starteten das Spiel offensiv und waren bemüht offensive Akzente zu setzen. Nach drei Minuten traf Morges auch bereits dar erste mal das Gehäuse. Chur leitete direkt den Gegentreffer ein, der Puck kam zu Lukas Sieber und dieser erzielte nach knapp vier Minuten den Führungstreffer! Ein schöner Handgelenkschuss findet den Weg ins Netz. Extrem wichtiger Führungstreffer, aber dass eine Führung noch nichts zu verheissen mag haben wissen wir wohl alle. Nach dem Führungstreffer ist es ein offener Schlagabtausch auf nicht wirklich hohem Niveau, beide Mannschaften kamen zu einigen Chancen die sie aber nicht verwerten konnten. Ein Pfostenschuss von Infanger und zwei Abschlüsse von Zahner und Szabo waren die gefährlichsten Churer Chancen. Ein Big Save von Torhüter Caduff ist das Highlight der verbleibenden Minuten. Viel mehr passiert im ersten Drittel nicht mehr, es ging mit einem etwas schmeichelhaftem 1:0 in die Pause.

Chur startete zunächst etwas besser ins zweite Drittel, konnte aber keine hochwertigen Chancen kreieren. Nach etwa zwei Minuten im zweiten Drittel konnte sich dann aber Star Forward im Churer Drittel festsetzen und zwar über längere Zeit, da die Churer nicht konsequent genug verteidigten. Der Ausgleich hat sich also mehr als deutlich angedeutet, Lahache zieht ohne Probleme vors Tor von Caduff und schiebt den Puck an ihm vorbei. 1:1. Im Powerplay vom EHC wirds dann kurios, ein paar Churer Spieler und Fans fangen bereits an zu jubeln, ein paar stochern nach, aber niemand weiss wo der Puck sich befindet. Gesucht-Gefunden, irgendwie hat der Torhüter von Morges den Puck noch irgendwie im Equipment untergebracht. Fassungslose Gesichter, was eine überragende Parade. Es passt aber irgendwie zum zweiten Drittel, es ist nämlich die so ziemlich einzige offensive Aktion des EHC. Der Tiefpunkt in einem aber ohnehin schon schwachen Drittel ist ein Shorthander von Star Forward. Dass nicht ganz so gut verteidigt wurde muss ich wohl nicht mehr schreiben. 1:2. Von Chur ist auch nach dem Rückstand kaum etwas zu sehen. Ein Ablenker in der letzten Minute des Drittels war noch die gefährlichste Szene. Zum Glück passiert nichts mehr in dem Drittel, es geht mit dem 1:2 in die Pause.

Das dritte Drittel beginnt wie das zweite aufgehört hat. Morges die bessere Mannschaft. Erschreckend, wie Star Forward, welches mit nur zwei Linien spielt, auch so spät im Spiel noch wie die frischere Mannschaft wirkt, mit mehr Energie und Drang zum Tor. Nach drei Minuten dann aber aus dem nichts aber doch der erlösende Ausgleichstreffer! Bischofberger mit einem Querpass, Bucher muss nur noch den Stock hinhalten und der Ausgleich ist da! 2:2! Der Ausgleichstreffer dreht die Partie, Chur ist nun die bessere (immer noch nicht gut) Mannschaft und drängt auf den Führungstreffer. Es kommt aber wie es kommen musste, Morges trifft fünf Minuten später zum 3:2 für Star Forward. Caduff chancenlos. Der EHC Chur danach sichtlich bemüht auf den Ausgleichstreffer, aber wie so oft in dieser noch jungen Saison kann und will einfach nix gelingen. Morges trifft noch zwei mal die Torumrandung, mehr aber auch nicht. Somit endet die Partie 2:3, Chur verliert zum fünften mal im fünften Spiel.

Fazit: Bitter, Chur verliert erneut und wieder wäre es vermeidbar gewesen. Hätte man die ganze Partie so gekämpft wie in den letzten zehn Minuten wäre heute einiges mehr drin gewesen. Die Abwehr muss konzentrierter arbeiten, zu oft hat man Morges alle Freiheiten der Welt gelassen, Körpereinsatz war meistens gar nicht vorhanden. Gegen ein Star Forward mit nur 12 Spielern muss man zuhause mindestens einen Punkt holen und das wäre heute möglich gewesen, wäre man in den entscheidenden Situationen wacher und konsequenter gewesen.

Die drei besten Churer:
*** Bischofberger
** Bucher
* Caduff

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