EHC Seewen vs EHC Chur: 1:3
Zuschauer: 462
Tore für Chur: Monstein, Infanger, Zahner

Da ist er, der erste Saisonsieg! Mit einem beherzten und aufopferungsvollen Auftritt konnte der EHC Seewen mit 3:1 Toren bezwungen und die rote Laterne abgegeben werden.

Rückblende; Samstag, 13:06 Uhr, kurz vor der Abreise nach Seewen: die Konsternation der fünf Niederlagen ist – wie so oft – der Vorfreude auf ein neues Spiel und auf eine neue Chance gewichen. Die Zuversicht ist da, heute den ersten Saisonsieg des EHC Chur gegen einen ebenfalls schwach gestarteten Gegner einzufahren. Zweckoptimismus oder das gute Gefühl im Bauch? Bald werden wir es wissen…

Samstag, 19:15 Uhr: YES. Nach sechzig aufreibenden Minuten entführt der EHC Chur drei Punkte aus Seewen. Balsam für die geschundene Churer Hockeyseele. Dabei begann die Partie wenig verheissungsvoll…

…denn die Gastgeber aus Seewen gestalteten die ersten Spielminuten überlegen und tauchte – auch aufgrund zweier Powerplaygelegenheiten – regelmässig vor dem Churer Gehäuse auf. Teufelskerl Lele Sarkis entschärfte aber jeden Torschuss, teils mit grossartigen Paraden. Erst mit der ersten Churer Überzahl glich sich das Spiel ein wenig aus, das Powerplay der Gäste blieb jedoch harmlos. Dass die zu diesem Zeitpunkt schmeichelhafte Churer Führung doch noch bei fünf gegen vier Feldspielern zustande kam, war fast schon logischwerweise kein Resultat des Powerplays, sondern folgte nach einem Konter über Patrick Zahner, der dem mitgelaufenen Jan Monstein mustergültig quer auflegte, welcher Seewen Goalie Kruisen keine Abwehrchance liess.

Den Schwyzern schien dieser Gegentreffer nicht allzu viel auszumachen, auch in der Folge war es dem überragenden Lele Sarkis zu verdanken, dass es vorerst beim 1:0 für Chur blieb. Gegen Drittelsende fand unser EHC allmählich besser ins Spiel, Simon Scherrer und Patrick Zahner kamen zu zwei sehr guten Abschlussmöglichkeiten.

Obwohl die Partie technisch nicht sehr gut war, konnte man den beiden Teams den Einsatzwillen ganz und gar nicht absprechen. Es gab immer mal wieder knorzige Szenen, welche aber irgendwie auch den Kampfgeist widerspiegelte, der auf dem Eis herrschte.

Nach dem ersten Seitenwechsel gestaltete sich das Spiel ausgeglichen, Yannick Bucher (mit einer sogenannten 100%igen) und später Bischofberger, Lampert und Infanger hatten dabei die besten Möglichkeiten, den Vorsprung der Weissen auszubauen. Wer sie nicht macht, der bekommt sie, diese alte Weisheit bewahrheitete sich nach 34 Spielminuten, als Seewens Jonas Fries den Chancenlos am Boden liegenden Sarkis im nachsetzen zum nicht unverdienten Ausgleich überwand. Mit diesem 1:1 ging es dann auch ins letzte Drittel.

Kaum hatten sich die knapp 500 Zuschauer wieder auf ihren Plätzen eingefunden, entwischten Simon Scherrer und Luca Infanger der Seebner Abwehr, letzterer konnte zur erneuten Führung einnetzen (42′)! Dieser schnelle Treffer war der Startschuss zum wohl besten Churer Drittel der Saison, die Gäste wollten das Spiel nun mit aller Macht (vor)entscheiden. Als erster versuchte der heute Abend sehr auffällige Patrick Zahner, dieses Unterfangen umzusetzen, indem er alle Seebner (inkl. Torhüter) umkurvte, die Scheibe aber nicht ins offene Tor unterbringen konnte. Auch Siro Rutzer und kurz später den beiden Siebers (im Zusammenspiel während eines guten Powerplays) scheiterten. Das dritte Tor fiel aber dann doch noch, Patrick Zahner erwischte Kruisen mit einem Schuss von der rechten Seite zwischen den Hosenträgern! 3:1!

War es das? Würde der EHC den Vorsprung über die Zeit retten, oder geschah doch noch das, was diese Saison bis anhin immer geschah?

Vorweg, nein, das Ungemach wiederholte sich nicht, denn Chur blieb am Drücker. Siro Rutzer scheiterte nach einer herrlichen Kombination zwar ebenso wie später gemeinsam mit Lukas Sieber nach einem Doppelpass vor dem gegnerischen Tor, doch die Gäste hielten mit ihrem guten Angriffspiel den EHC Seewen vom eigenen Kasten weg.

Als dann Torschütze Fries nach einem Abschluss bei Lele Sarkis zu wehement nachstocherte, wurde er fünf Minuten vor Spielschluss auf die Strafbank geschickt. Nun musste es ganz einfach reichen, zwei Tore Vorsprung und zwei Minuten Powerplay. Ein weiterer Torjubel blieb den EHC Chur Fans während dieser Überzahl im Halse stecken, Lukas Sieber traf mit einem satten Slapper nämlich nur das Aussennetz.

Bei Vollbestand versuchte Seewen nocheinmal ranzukommen, kämpfte, und nahm kurzzeitig sogar den Torhüter vom Eis. Doch unsere Mannen hielten dagegen und brachten die Führung schliesslich recht souverän über die Runden. Da war er, der umjubelte erste Saisonsieg!

Fazit (heute von Tumasch aus unserem Forum):
Strike! der Befreiungsschlag ist heute Abend definitiv gelungen! 10 unterirdische Minuten zu beginn, aber nachher einen absolut verdienten Sieg eingefahren!
Kämpferisch sowieso top, mit einem absolut überragenden Sarkis in der Kiste, so muss es weitergehen!
Man hat schon gesehen, dass die beiden letzten gegeneinander gespielt haben, man hat aber auch gesehen, was mit willen und Einsatz möglich ist!

Chapeau Jungs

Die drei besten Churer:
*** Sarkis
** Zahner
* Rutzer

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