EHC Chur vs EHC Bülach: 1:5
Zuschauer: 409
Tore für Chur: Rutzer

Mit einer erneut knappen Niederlage mussten sich die Churer abfinden. So oder ähnlich tönte es in den meisten Spielberichten hier auf ehcfans.ch. Für das Heimspiel gegen Bülach, notabene kein Spitzenteam der MySports League, galt dies nicht. Mit der deutlichsten Saisonniederlage von 5:1 wurden unsere Steinböcke gebodigt.

Die einzige positive Meldung war die Lichtung des Lazarets. Lukas Sieber und Patrick Hogel kehrten ins Team zurück, Sarkis stand immerhin als Ersatztorhüter bereit.

Das Spiel begann unspektakulär und dümpelte die ersten Minuten vor sich hin. Es dauerte beinahe sechs Minuten, bis ein Goalie das erste Mal eingreifen musste. Bülachs Goalie Messerli sicherte die Scheibe nach einem harmlosen Schussversuch.

Chur kam dafür zur ersten nennenswerten Möglichkeit, ein Angriff über die linke Seite mit einem Querpass vors Tor konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Das anschliessende Powerplay hat den Namen allerdings nicht verdient, zu harmlos agierten die Churer.

Das Skore eröffneten die Gäste aus Bülach. Ein satter, verdeckter Schuss von der blauen Linie landete im Torhimmel. 1:0

Bücher versuchte es einige Zeigerumdrehungen später ebenfalls mit einem kraftvollen Schuss aus zentraler Lage, traf aber nur den Bauch von Messerli. Lukas Sieber täuschte die Verteidigung mit einem verzögerten Schuss, verzog dabei jedoch und der Puck landete neben dem Tor. Und auch Büli scheiterte am Unvermögen, sie trafen glücklicherweise das leere Tor nicht.

Dann kam das erste Powerplay für Bülach. Und Ivo Knuchel hatte sich kaum in der Kühlbox befunden,  da konnte er auch schon wieder aufs Eis. Ganze 14 Sekunden brauchten die Gäste für den zweiten Treffer des Abends. Bulli gewinnen, sich sauber installieren und Goal. Mustergültiger Ablauf nach Playbook zum 2:0.

Die nächste Gelegenheit für Chur hatte Zahner mit einem Solo, welches regelwidrig gehindert wurde. Der Abschlussversuch war somit auch kein Problem für den Gästetorwart. In den 2 Minuten Überzahl gelangen nur zwei Onetimer, die von Messerlis Schonern abprallten.

Direkt nach der Pause versuchten die Mannen in schwarz den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch Bucher traf das verwaiste Tor von Bülach nicht. Kurz darauf erhielt Chur erneut die Chance auf ein Powerplay. Kurz bevor dieses zu Ende war gab es noch eine ernsthafte Möglichkeit, aber auch im dritten Überzahlspiel resultierte nichts zählbares. Es kam dafür noch schlimmer, als letzter Mann verlor Roussette die Scheibe und Robin Ganz lupfte die Scheibe Backhand ins Tor. 3:0.

Chur hatte sogar noch Glück, nicht noch weiter ins Hintertreffen zu gelangen. Im Boxplay rettete der Pfosten vor dem 4:0 und nach Ablauf der Strafe passte die Zuteilung nicht, so dass Büli zu einer 4:2 Situation kam, sie vergaben jedoch diese Möglichkeit.

Mehr oder weniger aus dem Nichts verkürzte Siro Rutzer in der dreissigsten Minute zum 1:3. Ein Weitschuss von der blauen Linie fand den Weg durch Freund und Feind ins Tor. Doch die Steinböcke vermochten das Momentum nicht auf ihre Seite zu ziehen, obschon sie leicht besser ins Spiel fanden.

Ein normaler Zweikampf an der Bande wurde als Bandencheck von Tkachenko ausgelegt. Man ahnte schlimmes, doch die Bülacher erhielten im Angrifsdrittel eine Zweiminutenstrafe wegen eines dämlichen Hakens. So verstrichen die Minuten bis zum Ende des zweiten Drittels.

Der letzte Abschnitt startete bitter. Bei einem harmlos aussehenden Abschlussversuch von Bülach erwischte es Bearth beim Verschieben zwischen den Schonern und er lenkte den Puck unglücklich ins eigene Tor. 4:1.

Wenig später rettete der Prosten erneut für Chur, bevor Bearth sich bei einer 1:0 Situation auszeichnen konnte. Aber auch er konnte nicht alles halten und die nächste Gelegenheit landete unhaltbar im Lattenkreuz. Ein sehenswerter Treffer zum Schlussstand von 5:1.

In der letzten Viertelstunde gab es aus Churer Sicht nur noch eine schöne Passkombination im Powerplay zu sehen und ein Schuss von Hogel, welcher am Innenpfosten abprallte.

Dann war das Spiel endlich fertig…

Fazit: Die Churer vermochten nicht an ihre Leistung vom letzten Samstag anzuknüpfen. So wird es verdammt schwer, Punkte zu gewinnen. Auch dass aus insgesamt 12:34 Minuten Powerplay (teilweise doppelte Überzahl) kein einziger Torerfolg erzielt werden konnte, ist bedenklich, zumal Bülach nicht wirklich überragend spielte. Die nächste Möglichkeit bietet sich den Jungs am kommenden Samstag gegen den HC Valais Chablais, dem Tabellendritten. Mit einer Leistung wie heute wird es aber sehr schwierig, einen Punkt zu holen.

So bleibt nur zu hoffen das eine Reaktion erfolgt und der Auftritt der Calanda Hurricanes in der Stadionbar nicht das einzige Highlight wird.

Die drei besten Churer:
*** Rutzer
** Hogel
* John

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