*As langt halt eifach nid… (Khurerdeutsch für: “Wir sind so schlecht…”)

EHC Chur vs Hockey Huttwil: 0:6
Zuschauer: 414
Tore für Chur: *zonk*

 

Ab dem ersten Bully-Einwurf übernimmt Chur sofort die Initiative und drückt die Huttwiler minutenlang in die Defensive, Hochkaräter über Hochkaräter, die pure Dominanz!… haha, kleiner Scherz, ganze 15 Sekunden geht es, bis der Gast aus Huttwil führt. Wie kann man sich zu Spielbeginn nur so dilettantisch anstellen??? Na dann, abhaken, es bleibt ja noch genug Zeit. Es folgt das Bully nach dem Tor, ein Puckverlust, und ein Huttwiler Stürmer zieht allein aufs Tor… doch Caduff bleibt zum Glück Sieger. Und noch sind keine 40 Sekunden gespielt! Das kann ja ein lustiger Abend werden… aber nach ein paar Minuten warmlaufen ändert sich das Spielgeschehen, plötzlich ist Chur das spielbestimmende, dominierende Team, im Ernst jetzt! Churer Spieler die allein aufs Tor ziehen können, zwei Churer Stürmer gegen einen Huttwiler Verteidiger, ein Churer allein vor dem Tor freigespielt, diverse Abstauber… für Minuten erspielen sich die Churer zig Chancen, doch das altbekannte Problem der katastrophalen Chancenverwertung klebt den Churern halt weiterhin wie Pech an den Schlittschuhen. Und wie es halt meist so ist, wer sie nicht macht…. Das 2:0 für Huttwil kommt aus heiterem Himmel und völlig entgegen des Spielverlaufs. Nach diesem Treffer konzentrieren sich die Churer aber sofort wieder und führen ihren Sturmlauf weiter, wieder folgen Chancen über Chancen und diverse Druckphasen, der Puck will und will aber nicht rein. In diesem ersten Drittel hatten die Churer wieder Gelegenheiten, um drei Spiele zu gewinnen, zählbares schaut aber nicht raus. Mit einem 0:2 geht’s also in die erste Pause.

Spoiler: Das Game-Winning-Goal fiel also nach 15 Sekunden! Wenns nicht so traurig wär, wärs lustig! Gwöhnlich sind anderi…

Das zweite Drittel startet genau gleich wie das erste, nach genau 15 Sekunden schlägt es nämlich fast ein. Leider nur fast, denn dieses Mal sind es die Churer, die sofort den Abschluss suchen und den Goalie (oder die Latte?) treffen. Danach verflacht das Spiel, bis in der 28. Minute aus einer nicht zwingenden Aktion das 3:0 für die Huttwiler fällt. Und genau JETZT ist die Luft aus dem Churer Spiel raus. Die Köpfe hängen, die Resignation ist eindeutig zu erkennen. Huttwil dominiert die nächsten Minuten nach Belieben, die Churer Verteidigung ähnelt zeitweise einem Hühnerhaufen und es ist nur der Nonchalance der Huttwiler zu verdanken, dass das Resultat nicht ausgebaut wird. Das 4:0 folgt dann doch noch, wenn es einmal einen Lehrfilm geben sollte, wie ein “Bully – Goal” funktioniert, dann wäre das die perfekte Demonstration dafür gewesen. Einwurf, Bully gewinnen, Puck zurück an die blaue Linie, Direktschuss… Zack 4:0. Zugeschaut, Churer?

Kurz vor Schluss des zweiten Drittels erzielen die Berner im Powerplay dann noch das 5:0, obwohl sie dafür keine Überzahl-Formation gebraucht hätten. Das Tor fällt nicht aus einer typischen Powerplay-Kombination, sondern nach einem stinknormalen Angriff.

Drittes Drittel. War da noch was? Nicht wirklich, so was von laaaangweilig…! Huttwil will nicht, Chur kann nicht. Höhepunkt: Ein Huttwiler foult und will auf die Strafbank, obwohl der Schiri keine Strafe anzeigt. Der Huttwiler reklamiert vehement, dass er gefoult hat, setzt sich forsch durch und darf dann doch noch raus. War wohl vom Tempo überfordert und brauchte eine Pause, hehe…

Ach ja, ein Tor fällt dann doch noch. Auf welcher Seite fragt ihr? Leute kommt schon, echt jetzt?

Fazit:  Gab es in der 1000jährigen Historie des EHC Chur mal eine Saison ohne Heimsieg? Am Samstag gegen Basel muss eine Reaktion kommen! Allein mir fehlt der Glaube… Ich bin eigentlich ein optimistischer Mensch, aber ich habe resigniert.

Die drei besten Churer:

*** Diacon
** Juri
* Cordey

PS: Zu hart geschrieben? Sorry, direkt nach dem Spiel (es ist jetzt 23:36 Uhr) wiegen die Emotionen halt noch hoch. Vielleicht würde es morgen anders aussehen, aber Stand jetzt habe ich mich mit dem Abstieg abgefunden…

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