EHC Chur – EHC Seewen 7:2
Zuschauer: 567
Tore für Chur: Bischofberger, Zahner, Monstein (2), Vrabec, Scherrer (2)

So wenig braucht es… Zweiter Heimsieg in Serie, mehr Zuschauer als zuletzt, beste Stimmung der ganzen Saison… DER EHC LEBT !

Zuallererst: Ja, es war offensichtlich, dass es für den EHC Seewen um nichts mehr ging. Eine so lustlose Mannschaft hat seit der 2. Liga-Saison wohl nicht mehr im Hallenstadion/Thomas Domenig-Stadion gastiert. Und trotzdem ging es mit einem 0:0 in die erste Pause, dies aufgrund der altbekannten Churer Offensiv-Impotenz. Meine Güte was wurden im ersten Drittel für Chancen vergeben. Die Churer legten los wie die Feuewehr, vom ersten Puckeinwurf an lautstark unterstützt von den Churer Fans ging es sofort in die Offensive, aber eine nach der anderen guten Chance wurde verpasst. Erst als in der 7. Minute mit Noah Isler ein Churer auf die Strafbank musste, konnten sich die Seebner aus der Umklammerung lösen und ihrerseits ein paar Chancen erspielen. Und auch nach Ablauf der Strafe blieb Seewen für ein paar Minuten am Drücker, jedoch waren diese Aktionen meist ungefährlich. Chur übernahm in der Folge wieder das Spieldiktat, kreierte eine nach der anderen Chance, ohne aber zu reüssieren. Zu Ende des ersten Drittels konnte man sogar für längere Zeit in doppelter Überzahl spielen, warum sich aber zwei Spieler hinter der gegnerischen Torlinie befinden und sich den Puck zuspielen, dürfte wohl ein Geheimnis unserer Coaches sein. Die Sekunden verrannen jedenfalls ohne jegliche Torchance. Mit einem enttäuschenden 0:0 geht’s in die erste Pause.

Das zweite Drittel. Seit jeher das schlechteste Churer Drittel. Aber nicht heute! Gleich mit 3:0 wird der EHC dieses Drittel gewinnen, wovon ein Tor schöner ist als das andere. Nicht einfach irgendwelche abgelenkten Schüsse oder reingestocherten Pucks, sondern Kombinationen aus dem Lehrbuch! Das zweite Tor sogar ein Shorthander von Patrick Zahner. Es ist einfach nur schön, dem EHC zuzuschauen. Klar, dazu braucht es einen Gegner, der sich nicht mit Händen und Füssen wehrt, trotzdem muss man solche Tore erst mal schiessen. Bischofberger, Zahner und Monstein lenken das Spiel in die richtige Richtung. Kein Churer Fan ist mit einem 3:0 zur zweiten Pause beruhigt, zu viele Kuriositäten und unvorhersehbare Entwicklungen haben Spiele mit Churer Beteiligung in den letzten Jahren genommen, aber dieses Resultat ist doch zumindest Mal ein kleines bisschen Valium.

Zweite Drittelspause… Auf dem Weg zum obligatorischen Burger treffe ich 3 Kollegen (also einen alleine und zwei zusammen), die ich schon sehr lange nicht mehr im Stadion gesehen habe. “Jetzt ist’s halt wichtig” ist ihr Grund für den Besuch des Spiels. Es wäre sooo viel Potential in dieser Stadt vorhanden…

Das dritte Drittel wird zum klassischen “spielen und spielen lassen”. Das 4:0 fällt früh, das 4:1 kommt postwendend, das 5:1 wiederum auch kaum eine Minute später. Und alles wunderschöne Tore. Ein paar Strafen, ein paar Aufreger, gekünstelte Emotionen auf Eis und Tribüne. Dass Seewen nicht mehr kann (oder will) ist eigentlich allen klar. Dem 5:2 “Anschlusstreffer” folgt wiederum nur rund eine Minute später das 6:2, und kurz vor Schluss fällt sogar noch das 7:2. Und alles wunderschöne Tore! Wirklich! Hockey könnte so schön sein…

Fazit: Nur nichts auf diesen Sieg einbilden! Dieses Seewen hätten wohl sogar die Battling Bishops besiegt. Aber es ist schön zu sehen, wie unser Team kämpft und Moral zeigt. Zwei Spiele, zwei Siege. Genau so MUSS es weitergehen. Es duldet keine Niederlage, jeder Punkt kann am Ende der Playouts ausschlaggebend sein. Wie schnell sich in Chur Resignation in Euphorie verwandelt, war heute überall zu sehen. Lachende und zuversichtliche Gesichter überall. Bitte weiter so. Rafft euch auf, alle am Samstag nach Morges und unseren EHC unterstützen. HOPP KHUR !!!

Beste Churer Spieler:

*** Scherrer
** Sarkis
* Monstein

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