EHC Chur vs HC Düdingen Bulls: 4:3 n.V.
Zuschauer: 675
Tore für Chur: 3x Scherrer, L. Sieber

Ein weiteres entscheidendes Spiel erwartete den EHC Chur, diesmal zu Hause. Mit einem Sieg gegen den einzig wahren HCD, hat man eine weitere Chance die rote Laterne abzugeben. In diesem Spiel wurde bestens demonstriert wieso man die rote Laterne abgeben kann und wieso man sie überhaupt erst hat.

Chur startet engagiert ins Drittel, zu grossen Chancen kommt es jedoch nicht. Auch Düdingen kann vereinzelt kleine Nadelstiche setzen, aber auch da wird es nie richtig gefährlich. Es sind exakt sieben Minuten gespielt, als sich Simon Scherer auf der rechten Seite durch tankt, eine Strafe rausholt, dennoch weiterkämpft und Lukas Sieber lanciert. Sieber schiesst direkt flach in die nahe Ecke und versenkt zum stark umjubelten 1:0 für den EHC Chur. Wie wichtig! Keine Minute später brennt es wieder vor dem Düdinger Kasten. Lampert wird frei im Slot angespielt, bringt die Scheibe aber nicht an Torhüter Von Burg vorbei, obwohl er nach dem Schuss schon kurz jubelt. Chur blieb weiterhin die dominierende Mannschaft, erspielte sich mehrere Chancen, schaffte es aber nicht die Scheibe zu versenken. Ganz zum Ende des Drittels dann noch die riesen Chance, ein einhalb Minuten 5 gegen 3 zu spielen, aber auch diese Chance lassen die Churer liegen.

Das zweite Drittel startet langsam und beide Team konzentrieren sich hauptsächlich darauf, in der Defensive keine Fehler zu machen und trauen sich nur wenig nach vorne. Ein weiteres Powerplay für Chur nach sechs Minuten brachte die ersten Offensivaktionen des Drittels hervor. Der Puck läuft gut, die Düdinger Box steht besser. Sieben Sekunden vor Ende der Überzahl wird die Box dennoch überwunden, L. Sieber spielt einen herrlichen Pass in den Slot, Simon Scherrer hält nur noch den Stock hin und der Puck ist drin. 2:0! Nur drei Minuten später schickt L. Sieber Scherrer auf einen Breakaway, der tatsächlich mal verwandelt wird! Scherrer schiesst, trifft die Schulter vom gegnersichen Torhüter und von da fällt der Puck ins Tor. 3:0. Euphorie im Thomas Domenig Stadion, aber wir wissen ja, das ist unser EHC Chur, gegessen ist die Sache hier noch lange nicht.

Das dritte Drittel hat kaum begonnen und schon muss der bis dahin stark haltende Sarkis das erste mal hinter sich greifen. Sarkis wird zwischen den Beinen erwischt. Das bis dahin ausgestrahlte Selbstvertrauen, die gefühlte Überlegenheit, die Leichtigkeit, auf einmal war alles weg und die meisten im Stadion hatten schon eine bitter böse Ahnung in welche Richtung dieses Spiel sich noch wenden wird. Und auch wenn der HCD wirklich keine Gefahr ausstrahlte und sich kaum nennenswerte Chancen erspielte, liess der Anschlusstreffer nicht lange auf sich warten. Ein Düdinger Spieler fährt irgendwie ins Churer Drittel rein, schiesst irgendwie einfach mal aufs Tor und irgendwie war der Puck dann halt drin. Kaum was zu machen für Lele, es war halt einfach ein Sonntagsschuss wie er im Bilderbuch steht. Und naja, es kommt wie es kommen musste und nur vier Minuten später war der gefürchtete Ausgleich Tatsache. Sarkis kann einen Schuss nur abprallen lassen und per Backhand wird die Scheibe dann irgendwie reingestochert. Überraschung, der EHC verspielt eine so wichtige Führung. Chur versuchte alles um diesen unnötigen Punktverlust zu verhindern, erspielte sich gute Möglichkeiten, aber der Treffer blieb aus. Unfassbar, es geht tatsächlich nach einer 3:0 Führung gegen einen sehr ungefährlichen Gegner in die Verlängerung. Schockiert war zwar niemand, aber bitter ist es halt trotzdem immer wieder. Die rote Laterne wird wieder nicht abgegeben.

Bildergebnis für shocked pikachu

Chur startet mit einem Powerplay in die Verlängerung, gefährlich wurde es aber nicht. Nach drei Minuten in der Overtime kommen L. Sieber und Scherrer in eine zwei gegen eins Situation, und zum drittel mal an diesem Abend spielt Sieber den Pass zu Scherrer, welcher seinen Hattrick schnürt und den EHC Chur doch noch zum Sieg schiesst. 4:3 nach Verlängerung lautet der Entstand. Chur bleibt weiterhin am Leben.

Fazit: Ah, ha, ha, ha, stayin’ alive, stayin’ alive. Trotz des Sieges ist die Stimmung bescheiden, dass Chur hier eher einen Punkt verloren und einen geschenkt hat, als zwei zu gewinnen, ist wohl allen klar. Ein weiteres Highlight ereignet sich dennoch nach Spielende, der EHC Seewen holt, wie Düdingen, im Letzten Drittel einen Rückstand auf. Seewen kann in der Overtime dann sogar noch gewinnen, unglaublich wichtig für unseren EHC. Chur hält weiterhin die rote Laterne, kann sie aber nach wie vor aus eigener Kraft abgeben. Das wird ein Abstiegskrimi bis zur letzten Sekunde.

Die zwei besten Churer:
*** Scherrer, L. Sieber

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Stimmen zum Spiel:
Videos: tv.sihf.ch

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