EHC Chur vs Star Forward: 8:3
Zuschauer: 684
Tore für Chur: Zahner, Bischofberger, Vrabec (2), Tkachenko (2), Rutzer, Szabó 

Auf der Tagesordnung stand gestern das Seminar “alles oder nichts 4.0”, die Gastdozenten sind aus dem weiten Morges angereist. Doch die einheimischen Fachkräfte liessen keine Lehrstunde zu und zeigten, wie das im Bündnerland gemacht werden sollte. Am Ende überreichte man aber freundlich noch die Rote Laterne als Gastgeschenk.

Das Spiel beginnt und Chur kommt gleich zu einem Powerplay. Die erste Minute wird stark gespielt und die Steinböcke kommen zu ersten Torschüssen. Doch die zweite Minute glich wie Licht und Schatten. Wenig passte zusammen und Morges kam sogar zu einer guten Gelegenheit das Score zu eröffnen. Lele konnte dies verhindern und hielt seinen Kasten rein.

Nach dem Überzahlspiel fingen sich die Hausherren wider und es Folgte eine längere Druckphase. Dies zeigte sich insbesondere in der neunten Minute mit zwei Grosschancen und einem Innenpfostentreffer von Vrabec. Glücklicherweise endete diese nicht wie andere Male in dieser Saison mit einem Unglücklichen Gegentreffer. Zahner konnte sich mit einem satten Schuss aus zentraler Lage als erster in der Torschützenliste eintragen lassen.

Die Churer spielten weiter ihr Spiel und drei Minuten später sicherte sich Bischofberger den Abpraller, welcher er souverän Einnetzte.

Auch während dem Unterzahlspiel konnten die Jungs von Trainer Kurashev vereinzelte Nadelstiche setzen. Infanger kam unter anderem zu einem Breakeaway, welcher er leider nicht ausnutzen konnte.

Auch das Passspiel schien zu funktionieren. Kurz vor der Pause konnte Rutzer nach sehenswerter Kombination abschliessen. Der Puck landete aber nur in der Fanghand von Goali Matteo Ritz. So endete das erste Drittel mit 2:0

Die Churer kamen besser aus der Pause. Urech startete mit einem Schuss, der von Ritz mit der Schulter pariert wurde. Auch Bischofberger konnte sich mit einem guten Schuss in Szene setzen. Der Rebound erwischt Zahner leider nicht optimal, so das nichts zählbares daraus resultierte. Dies waren nur zwei der diversen Möglichkeiten, welche die Churer in dieser Startfuriosen des Mitteldrittels zeigten.

Was folgte war eine Schwächeperiode die stark an das letzte Drittel vom Dienstag erinnerte. Manch Churerfan sträubten sich bei diesem Anblick die Nackenhaare und schon wurde der Anschlusstreffer herbeigeredet. Die Mannschaft zeigte Moral und konnte sich wieder fangen. Nach einem Aussenpfostentreffer zur Halbzeit, wurde weiter vor dem gegnerischen Tor geackert und die Scheibe wieder erobert. Als Infanger diese vors Tor spielte, konnte Vrabec den runden Kobold herrlich ins Kreuz nageln.

Die Mannen in schwarz suchten weiter den Abschluss. Knuchel scheiterte nach einem Solo genau so wie auch ein 5 gegen 3 Powerplay ereignislos verstrich. 10 Sekunden vor dem Ende des Drittels vergaben die wider erstarkten Churer auch eine hervorragende 2:1 Situation nach einem Sturmlauf über das gesamte Feld.

Mit der 3:0 Führung musste man in die Pause.

Anscheinend hatte das Trainerteam die richtigen Worte beim Pausentee gefunden. Es wurde auch im letzten Spielabschnitt konsequentes Eishockey gespielt. Tkachenko zog alleine aufs Tor und schoss das Game winning Goal. “What a beauty. [sic]”

Jaunin gelang der Anschlusstreffer, wurde vor dem Slot vergessen und zeigte kurz auf, was passiert wenn wir nicht weiter voll Konzentriert weiterspielen. Nach diesem Tor glich das churer Spielsystem einem Hühnerhaufen. Ach meine Nerven… Das spiel drohte erneut aus den Fingern zu gleiten. Doch dieses mal hielten wir es fest in unseren Händen, ein Pass aus dem Eck von Rutzer verwandelte Tkachenko backhand zum neuerlichen vier Tore Vorsprung.

Und es folgte das Showlaufen unserer Jungs. Innert einer Minute erhöhten Rutzer (Puck Hinter dem Tor ausgegraben und danach versenkt) und Szabó (Flachschuss durch die Beine) das Score auf 7:1. Die Mannschaft kämpfte und Ackerte. Jeder ging für den anderen. Es war grossartig zuzusehen.

Als Vrabec zweieinhalb Minuten vor Schluss vor dem Tor kämpfend die Scheibe im Netz zappeln liess war klar, dass wir dieses Spiel gewinnen werden. Nicht einmal unser EHC bringt es zu stande in dieser Zeit 7 Treffer zuzulassen. Für dies hielt Sarkis die vereinzelten guten Schüsse der Morgianer zu klar.

Die dennoch gefallenen beiden Anschlusstreffer versauen die tolle Bilanz des Spiels, unnötig aber egal. Insbesondere das zweite Tor kurz vor der Sirene mit angezeigter Strafe…

Fazit: Mit dem Sieg konnte man endlich das Tabellenende verlassen und hat wider gute Chancen auf den Ligaerhalt. Doch aller Euphorie zum Trotze sollte jeder EHC Fan wissen das die Saison erst zu ende ist wenn die Dicke Dame gesungen hat!!!

Deshalb gilt auch am Dienstag: Auf gehts Churer,mit vollgas gemeinsam zum Ligaerhalt!

Die drei besten Churer:
*** Vrabec
** Infanger
* Bischofberger

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