Chur vs. Basel 1:3 (0:2, 0:0, 1:1)
Tore für Chur: Scherrer
Zuschauer: 812

Aufholjagd gegen Basel gelingt nicht

Nachdem die beiden letzten Spiele nach einem Rückstand noch gedreht werden konnten, gelingt dieses Kunststück kein drittes Mal in Folge. Chur verliert gegen Basel nach frühem 0:2-Rückstand.

Wer hätte das noch vor ein paar Wochen gedacht: Nach den guten Leistungen im bisherigen Saisonverlauf stand am Mittwochabend im Thomas Domenig Stadion ein Spiel um Platz Zwei auf dem Programm. Auch wenn Gästetorhüter Haller bereits nach 52 Sekunden ein erstes Mal den Puck blockieren musste, verlief der Start für die Einheimischen etwas harzig. Der Zug aufs gegnerische Tor war zwar da, aber die ersten Versuche waren zu zaghaft. Eine erste Strafe für die Gastgeber nach vier Zeigerumdrehungen schien zunächst ungefährlich, dennoch fand etwas unerwartet nach 4:56 ein Verlegenheitsschuss den Weg am heute wieder zwischen den Pfosten stehenden Caduff vorbei ins Tor. Chur drückte nach dem Bully im Mittelkreis gleich weiter und suchte den frühen Ausgleich. Nur knapp drei Minuten später wiederholte sich aber die Szene auf der Gegenseite und Basel erzielte aus ähnlicher Position den zweiten Treffer des Abends. Die Churer gerieten danach leicht aus dem Konzept und mussten gar noch einen Treffer ans Gehäuse hinnehmen. Nachdem sich das Spiel beruhigt hatte, kam erst kurz vor der ersten Pause wieder Hektik auf, als innert 38 Sekunden zwei Basler auf der Kühlbox Platz nahmen. Der Spielaufbau gelang wunschgemäss, der heute Abend als MySports Best Player auflaufende Scherrer verpasste aber noch vor der Pause gleich zwei Mal aus aussichtsreicher Position.

Nachdem zunächst die doppelte und anschliessend die einfache Überzahl nach Beginn des zweiten Drittels gespielt waren, stand auch nach einer Minute noch das 0:2 auf der Anzeigetafel. Dem beherzten Eingreifen von Caduff war es sogar zu verdanken, dass die Basler nach einem raschen Konter nicht mit einem dritten Tor davongezogen waren. Eine weitere Chance für die Einheimischen in Überzahl zu agieren bot sich dann nach rund 4 weiteren Minuten, doch gelang der Spielaufbau erneut nicht wunschgemäss. Anschliessend waren die Chancen bis vor Drittelsende rar gesät, da weder auf der einen noch auf der anderen Seite ein richtiger Spielfluss aufkam. Erst eine Überzahl kurz vor Ablauf ermöglichte den Gastgebern diverse Abschlüsse in Richtung Gästetorhüter, die jedoch allesamt geblockt oder abgelenkt werden konnten. Auch eine erneute doppelte Überzahl kurz vor der Pause brachte die Defensive der Gäste nicht aus dem Konzept, doch waren die Chancen auf den erhofften Anschlusstreffer wenigstens wieder vorhanden.

Als kurz nach Beginn des 3. Abschnitts die Basler in Überzahl agieren konnten, gelang der Anschlusstreffer etwas unerwartet doch noch. Scherrer war in einem Konter mustergültig von Liechti bedient worden und brachte den Puck an Haller vorbei zum umjubelten 1:2. Die Zuschauer erwachten, die “EHC, EHC”-Rufe hallten wieder lauter durch das Rund. Plötzlich kamen die Pässe wieder zum gewünschten Empfänger, die Mannschaft schien wieder wacher. Basel-Trainer Othmann sah sich sogar zu einem Timeout gezwungen. Die Zeit jedoch lief weiter, und der Treffer zum Ausgleich blieb aus. Nachdem auch in Überzahl eine frei vor dem Tor liegende Scheibe nicht über die Linie geschoben werden konnte, wurde die Zeit langsam knapp. Bischofberger tankte sich durch die Reihen, traf aber 1:45 vor Ablauf nur das Gehäuse. Der letzte Versuch auf den Ausgleich durch das Ersetzen von Caduff durch einen sechsten Feldspieler führte zum 1:3, als ein Befreiungsschlag der Basler aus der eigenen Zone via Bande den Weg ins verwaiste Tor fand. Aus, fertig, vorbei.

Fazit: Neben den erwarteten Absenzen fehlten heute unter anderem auch Monstein und Vrabec, und die neu auflaufenden Kobel, Marzan und Misani konnten die bereits bestehenden Lücken offenbar (noch) nicht füllen. Die Gäste aus Basel waren zwar nicht klar überlegen, aber deutlich abgeklärter. Wobei in einigen Situationen ganz einfach auch das Quäntchen Glück fehlte, welches die Partie hätte kippen können. Abhaken und weiterspielen.

Die drei besten Churer:
*** Simon Scherrer
** Ron Fischer
* Brian Liechti

Bemerkungen: Die Mittwoch-Runde hat für die Churer keine Auswirkungen auf die Tabelle, das Team um Tomas Tamfal grüsst weiterhin vom hervorragenden dritten Platz.

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HIER geht es zum SIHF Video Center mit den Spielinterviews, neben Brian Liechti hat dort auch Björn Gerhard Auskunft gegeben.

Vorinfo: kommenden Samstag ab 17:30 ist im TDS Einstimmen auf das Spiel gegen Seewen angesagt. In der Bar wird die EM-Quali (Dänemark – Schweiz) live ausgestrahlt, zudem gibt es neben der üblichen Verköstigung auch ein spezielles Menu.

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