Lyss vs. Chur 3:4 n.P (1:1, 2:1, 0:1, 0:1)
Tore für Chur: Scherrer, Bischofberger, John; Liechti, John
Zuschauer: 429 (davon ca. 40 aus Chur)

Sieg des Willens in Lyss

Der EHC Chur reist nach weit über 20 Jahren wieder einmal zum SC Lyss ins Berner Seeland. Kurz nach Spielbeginn gleich ein erstes Powerplay für die Gäste. Die Churer erspielen sich mehrere Torchancen, scheitern aber am sicher agierenden Geissbühler. Dann tankt sich Liechti durch die Abwehr, trifft mit seinem Abschluss jedoch nur den Pfosten. Nur für kurze Zeit bleibt es dann im ersten Drittel bei Gleichstand, was die Anzahl Spieler auf dem Eis angeht, anschliessend übernimmt Schiedsrichter Jordi die Regie der Partie und verteilt eine fragwürdige Strafe nach dem anderen. Chur übersteht eine Zweiminütige doppelte Unterzahl schadlos.

Im Anschluss trifft ein Schuss von Bucher wiederum nur das Gehäuse. Nach 11 Minuten geht das Heimteam in Führung, die Churer bringen eine Scheibe nicht weg und Lyss nimmt das Geschenk der Steinböcke dankend an. Nur wenige Zeigerumdrehungen später ein weiteres Powerplay zu Gunsten des Stadtclubs. Wieder installieren sich die Gäste schnell in der Berner Zone, Roussette mit einem Schuss von der blauen Linie und Topskorer Scherrer lenkt zum verdienten 1:1 Ausgleich ins Netz. Nun folgen weitere sehr fragwürdige Strafen gegen beide Teams und so kommt auch kein richtiger Spielfluss mehr auf bis zum ersten Drittelsende. Nach einem Zweikampf bleibt der Churer Fischer am Boden liegen, er verlässt blutend das Eis und kehrt auch nicht mehr zurück, gute Genesung Ron.

Das zweite Drittel ist erst wenige Sekunden alt und wieder geht Lyss in Führung. Das doppelte Überzahlspiel der Seeländer ist erfolgreich und so steht es 2:1 für die Gastgeber. Es wird nun ein sehr zerfahrenes Spiel in welchem es kaum Torchancen gibt. Die Strafenflut geht in dessen weiter. Lyss ist nun das bessere Team und kontrolliert das Spielgeschehen. Ein Churer Konter bringt jedoch den Ausgleich. Nach einem Querpasst trifft Scherrer die Scheibe zwar nicht richtig doch Bischofberger steht goldrichtig und drückt die Scheibe über die Linie. Nach einer lächerlichen Strafe gegen Moser schlägt Lyss erneut eiskalt zu. Nach einer herrlichen Passkombination steht Gerber am langen Pfosten frei und trifft zum 3:2. Es folgt ein weiterer Ausfall beim EHC; Cedric Sieber wirft sich mit letzten Einsatz in einen Lysser Schuss und wird dabei vom Puck im Gesicht getroffen.

Ein sehr zähes Spiel und bis zur zweiten Drittelspause erspielen sich weder Lyss noch Chur nennenswerte Torchanen und so geht es mit einer knappen Eintoreführung für die Berner ins letzte Drittel.

Dieses ist schnell erzählt. Lyss kontrolliert das Spielgeschehen souverän, Chur ist zwar stehts bemüht, erspielt sich aber kaum Chancen und so vergeht Minute um Minute. Wenn doch einmal ein Schuss kommt, wird dieser zu einer sicheren Beute der beiden Goalies Geissbühler und auf Churer Seiten von Lele Sarkis. Ein klarer Bandencheck gegen Sablatnig bleibt ungehandet und so steht es kurz vor Schluss immernoch 3:2. Wieder ein Churer Vorstoss, die Scheibe wird von hinter dem Tor in den Slot gespielt, dort kommt Andy John angefahren und knallt den Puck zum vielumjubelten Churer Ausgleich ins Lysser Tor. Es bleiben noch zwei Minuten bis zum Spielende und die Steinböcke sind jetzt dem Siegestreffer mehrmals nahe, das wäre dann aber zu viel des Guten gewesen und so geht dieser Strichkampf mit 3:3 in die Verlängerung.

Die Overtime ist an Spannung kaum zu überbieten bei 3 gegen 3 geht die Parie hin und her. Die Kräfte bei beiden Teams lassen nach diesem Abnützungskampf jedoch immer mehr nach und so schafft kein Team die Entscheidung. So kommen die etwas mehr als 400 Zuschauer auch noch in den Genuss eines Penaltyschiessen.

Die ersten drei Lysser Schützen scheitern kläglich. Bei Chur trifft Liechti souverän. Lyss gleicht aus, jetzt läuft der Churer Captain John an und versenkt eiskalt. Lyss muss jetzt treffen, Sarkis hält souverän und so sichern sich die Steinböcke den eminent wichtigen Zusatzpunkt.

Fazit: Was für ein Spiel. Einsatz und Willen bringen einen nicht mehr möglich geglaubten Sieg für Chur.

Die drei besten Churer:
*** Roussette
** Scherrer
* John

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