Arosa vs. Chur 2:3 (0:1, 0:2, 2:0)
Tore für Chur: Scherrer (2x), John
Zuschauer: 1’070 (davon ca. 500 aus Chur)

Chur der verdiente Derbysieger

Der EHC Chur gewinnt auch das zweite Derby der laufenden Saison gegen Arosa. Mit überragender Leistung in den ersten 40 Spielminuten sichert sich der Stadtclub den Sieg im Schanfigg.

Die Gäste aus Chur sind vom ersten Bully weg bereit und geben gleich Vollgas. So wandert schon schnell ein Aroser auf die Strafbank, das Powerplay der Churer läuft gut, doch alle Churer Abschlüsse werden von Kruijsen entschärft. Chur powert und kommt durch Liechti, Bischofsberger und Monstein zu weitern Chancen, welche jedoch ungenutzt bleiben. Die Tamfal-Boys sind dem Heimteam läuferisch klar überlegen und der erste Treffer liegt förmlich in der Luft. Aufsässig wird die veraltete Aroser Defensive immer wieder unter Druck gesetzt, bei einem dieser Scheibengewinne durch das aggressive Forchecking kommt die Scheibe in den Slot zum freistehenden Scherrer, unser Topskorer hämmert die Scheibe in den Winkel zur vielumjubelten Führung.

Eine erste Unterzahl übersteht Chur schadlos und lässt kaum Chancen zu. Die gelben aus den Bergen nun zwar etwas besser in der Partie, Chur jedoch weiterhin Spielbestimmend. Yanick Sablatnig scheitert mit seinem Abschluss nur knapp, kurze Zeit später laufen Liechti und Sablatnig alleine auf den Arosa Hüter los, die Scheibe ist drin oder etwa doch nicht? Die Churer jubeln und der Linseman entscheidet zuerst auf Tor, nach kurzer Beratung wird der Entscheid wieder zurückgenommen und auf kein Tor entschieden. Eine weitere Strafe für Adi’s Bärenbande wird vom Stadtclub nicht genutzt und so geht es mit nur einer Eintoreführung für Schwarz-weiss-rot in die erste Pause.

Das zweite Drittel startet Chur noch mit einigen verbleibenden Sekunden im Powerplay, es wird herrlich kombiniert bis die Scheibe am langen Pfosten zu Andi John gelangt, dieser lässt sich nicht zweimal bitten und verwertet eiskalt zum 2:0 für Chur. Zwei Minuten später scheitert Moser alleine vor dem Tor, die Gäste aus Graubündens Hauptstadt dominieren in der Folge die Partie und wird vom frenetischen Gästepublikum immer wieder lautstark nach Vorne getrieben. Arosa kann sich häufig nur durch Fouls wehren und das teilweise auch mit dreckigen Fouls, so wird Scherrer von Lindemann (dem schlechtesten von Guidos Söhnen) ungeahndet niedergestreckt. Die Churer geben die Antwort jedoch in Form von einem weiteren Treffer, wieder ist es der geniale Scherrer welcher durch Bucher mustergültig freigespielt auf 3:0 erhöht. Bis Spielmitte dominieren die Steinböcke die Partie und lassen dem Heimteam mit ihrer aufsässigen Spielart kaum Luft zum atmen.

In der Folge kommen die Schanfigger besser in die Partie, ein überragender Lele Sarkis im Churer Gehäuse hält jedoch gleich mehrmals mirakulös. Es entwickelt sich ein bis zum Drittelsende ein sehr intensives und kampfbetontes Spiel. Kurz vor dem Pausenpfiff kullert Sarkis dann aber doch noch eine Scheibe durch, er kann diese jedoch noch auf der Torlinie (oder ganz knapp dahinter) stoppen. Das etwas überfordert wirkende Schiedsrichter Trio entscheidet zuerst auf Tor, nach kurzer Rücksprache und heftiger Protesten der Churer wird das Tor jedoch wegen Torraumoffside korrekterweise wieder aberkannt. So geht es mit einem hochverdienten Dreitorevorsprung für den Stadtclub zum Pausentee.

Chur startet gut ins letzte Drittel, lässt die Scheibe gekonnt laufen, geht konzentriert zu Werke und so vergehen einige Spielminuten ohne Torchancen auf beiden Seiten. In der 45. Minute führt eine Unachtsamkeit zum ersten Aroser Treffer durch Bandiera. Arosa in der Folge im Aufschwung, Chur jetzt ein wenig verhalten und auch zu passiv. Dank einer Strafe gegen Kruijsen kommt Chur zehn Minuten vor Schluss zu einem Powerplay, ein Geschoss von der blauen Linie knallt jedoch nur an den Pfosten und so steht es weiterhin 3:1. Kurze Zeit später tanzt sich Ambühl durch und erzielt den Anschlusstreffer für Arosa. Wird dieses Derby jetzt tatsächlich, aus Churer Sicht völlig unnötigerweise, nochmal spannend? Die Antwort auf diese Frage gibt der EHC Arosa gleich selbst. Denn durch sechs! dumme Strafen in den letzten fünf Spielminuten schlagen sich die Sonnenkinder von Trainer Haueter gleich selbst. Der Stadtclub erzielt zwar keinen weiteren Treffer mehr, spielt diese letzten Spielminuten jedoch souverän herunter bis zur Schlusssirene und ist somit der hochverdiente Derbysieger!!!! Die Churer lassen sich von ihrem Anhang feiern und so geht es mit drei Punkten im Kofferraum die gefühlt 1‘000 Kurven zurück nach Chur.

Fazit: Churer Fan Herz was willst du mehr!!! Einfach ein verdammt geiles Team, diese EHC Ausgabe 2019/20!!! Nach grossem Kampf und viel Leidenschaft sind wir erneut der verdiente Derbysieger!!! Auf geht’s Khurer!!

Bemerkung: Tolle Teamleistung auf dem Eis und auf den Rängen.

Die drei besten Churer:
*** Scherrer
** Sarkis
* R. Fischer

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