Überragende Saison, …..oder?

Wie bereits oftmals geschrieben und gelesen, die Saison des EHC Chur 2019/20 war im Grossen und Ganzen eine Erfolgsgeschichte, sehr vieles lief richtig, der Club scheint auf als auch neben dem Eis für die Zukunft gerüstet. War aber wirklich alles Bestens? Nicht ganz… ein dieses Mal etwas kritischer(er) Rückblick mit diversen Punkten, die – sagen wir mal – Verbesserungspotential haben:

  • Offensichtliches zuerst, die Playoffs gegen Lyss waren nicht gut, egal wie stark dieses Team nun gewesen sein mochte. Der EHC konnte sein typisches Spiel aus der Quali nicht mehr umsetzen, die Mannschaft schien platt, die letzte Konsequenz fehlte. Kämpferisch konnte man ihr nachwievor keinen Vorwurf machen, und dennoch, es fehlte die Überzeugung.
  • Auch – aber dieses Problem herrschte bereits die ganze Saison – funktionierte das Powerplay überhaupt nicht. Dies wiederspiegelt auch das spielerische Manko der Mannschaft. Wenns schnell ging, wurde es stets brandgefährlich, es gab enorm viele Treffer nach schnellen Vorstössen, aber kaum ein wirklich herausgespieltes Tor, und das wäre ja dann das Powerplay-Prinzip. Ob da gezieltes PP-Training hilft, lassen wir mal aussen vor, es bedarf dafür wohl auch die richtigen Spielertypen, Spielmacher, Vorbereiter, Scharfschützen von der blauen Linie.
  • Als ärgerlich dürfte auch das frühe Cup-Aus bezeichnet werden, den finanziellen Zustupf aus einem Heimspiel in der Cup-Hauptrunde hätte gewiss nicht geschadet.
  • Eigentlich gut, aber irgendwie doch ärgerlich war das Gehabe rund um die B-Lizenzen. Lüdi und co. haben das System zu unseren Gunsten ausgereizt, dennoch muss hinterfragt werden, ob das im Allgemeinen der richtige Weg ist (wobei dass dann halt mehr das Problem des SIHF und nicht des EHC Chur ist).
  • Obwohl der Fan-Support an den Derbys in Arosa und an vereinzelten weiteren Spielen sehr gut war, haben wir auswärts eindeutig nachgelassen. Die Carfahrten wurden seltener, die Meute kleiner. Woran das lag, ist schwer zu sagen, an den sportlichen Leistungen der Mannschaft kann es nicht gelegen haben. Lässt sich damit trösten, dass die Stimmung dafür im TDS so gut wie selten war.
  • A propos TDS, auch hier, vieles gut, aber bei der Restauration liefs definitiv nicht optimal. Lange und unübersichtliche Kolonnen, man erhielt nicht das bestellte Essen oder die Ware war teilweise kalt oder nicht wirklich schmackhaft. Mit der Zeit wurde klar, dass man verpflegt ans Spiel kommen musste, und das ist kein guter Trend. Da muss definitiv etwas passieren, will man nicht auch in Zukunft auf Mehreinnahmen verzichten.
  • Ebenfalls gab es immer mal diverse Probleme mit der Eiszubereitung, mal zu viel, mal zu wenig Wasser, zum Glück gab es nur (irrtum vorbehalten) zwei Shootouts während der ganzen Saison. Die Verankerung der Tore war zudem eine Wissenschaft für sich.

So, genug gemotzt, aber das Gute ist, wir haben nun 6 Monate Zeit, aus den wenigen Fehlern der letzten Saison zu lernen und die nötigen Korrekturen anzubringen und die vielen guten, ja hervorragenden Dinge mitzunehmen und zu optimieren.

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