SC Lyss vs. EHC Chur 2:1 (0:0, 1:0, 1:1)
Tor für Chur: Sablatnig
Zuschauer: 401(Davon ca. 40 aus Chur)

Knappe Niederlage zum Auftakt

Unser EHC Chur verliert zum Auftakt der neuen Saison in Lyss knapp mit 1:2 Toren. Die vielen Ausfälle im Sturm spiegelten sich auch auf dem Eis wieder.

Erste kleine Überraschung gleich zu Beginn, nicht Lele Sarkis (oder auch wie von einigen vermutet Marvin Kortin) hüteten das Churer Tor, sondern Dario Caduff erhielt den Zuschlag. Und vorweg, Cädi machte seine Sache sehr gut. Zudem fehlten auf dem Matchblatt zwei weitere verletzte Spieler, namentlich Dylan Pena-Triana und Sebastian Roussette (aktueller Verletztenstand nun bereits bei 8, davon 7 Stürmer). So kamen Ryan Brodmann und Janick Canova zu einem Einsatz mit dem Fanionteam des EHC Chur.

Zum Spiel: Lyss begann besser und kreuzte früh einige Male vor dem Churer Tor auf. Ein erstes Powerplay des Heimteams verlief ohne Folgen, demgegenüber konnte dann auch Chur zwei Mal in überzahl agieren, Nennenswertes resultierte jedoch nicht. Gegen Ende des Drittels wurde der EHC ein wenig stärker, Yanick Sablatnig kam zu zwei guten Abschlussgelegenheiten, konnte aber nicht reussieren.

Die Mannschaften neutralisierten sich, die Partie erinnerte irgendwie an die Playoffs vom letzten Jahr. Es war durchaus nicht schlecht, was uns die Teams zeigten, Fehler hatten Seltenheitswert, und genau darum blieb das Spiel stets (und bis zur letzten Sekunde) knapp und vor allem offen.

In Spielminute 25 stahl sich Janick Canova alleine vors gegnerische Tor, die sehr gute Gelegenheit blieb jedoch ungenutzt und die in dieser Situation ausgesprochene Strafe fruchtete ebenfalls nicht.

Es kam, wie es kommen musste, ein erstes Tor in diesem Spiel musste quasi erzwungen werden. Moser und Schnetzer wurden mit Strafen belegt und in doppelter Überzahl ging Lyss in Führung. Den Abschluss von Gauthier konnte Caduff zwar noch abwehren, aber Smith fand mit dem Rebound die gegnerischen Maschen. 1:0 Lyss.

Brodmann und Sablatnig kamen in der Folge dem Ausgleich am Nächsten, die Partie blieb aber sehr ausgeglichen und kontrolliert, beide Teams feuerten im Mitteldrittel allerhöchstens 10 Schüsse aufs gegnerische Tor ab, und was bis zu den beiden Goalies Geissbühler und Caduff durchkam, wurde spätestens dann entschärft.

Nennenswert, unser ansonsten eher friedvolle Captain Andy John wurde von Lyss’s Oliveira angegangen, Landzgi wusste sich aber zu wehren und gewann die folgende Schlägerei klar nach Punkten. Das darauffolgende Powerplay wurde durch ein Vergehen von Simon Scherrer wieder ausgeglichen. So ging es mit dem knappen 0:1 ins letzte Drittel.

Die 2+2 Strafe gegen Scherrer lief in der 43igsten Minute noch, als Florin Gerber seine Farben mit einem herrlichen Treffer zum 2:0 in Front schoss. Danach wurde plötzlich der soeben von der Strafbank zurückgekehrte Simon Scherrer unter die Dusche geschickt, Verdikt, Schiedsrichter berühren. Was genau vorgefallen war, ist nicht ganz klar, und damit lassen wir das mal so stehen.

Erfreulicher war, dass unsere Mannschaft nun immer besser ins Spiel kam. Jan Monstein zwang Geissbühler nach gut 10 gespielten Minuten im Schlussdrittel zu einer starken Parade. Unmittelbar darauf jubelten die Weissen dann doch noch, Yanick Sablatnig kam links ins Drittel rein und schlenzte die Scheibe herrlich ins weite Lattenkreuz! 2:1.

Dies sollte aber der letzte Treffer des Spiels bleiben, Lyss verwaltete den Vorsprung geschickt und holte sich nicht ganz unverdient den Sieg, während sich der EHC den Vorwurf gefallen lassen muss, dass die ersten 50 Minuten gegen diesen Gegner ganz einfach nicht gut genug waren.

Fazit: Hinten sehr gut, vorne noch mit etwas zu wenig Durchschlagskraft. Die letzten 10 Minuten waren gut, die restlichen 50 Minuten war Lyss etwas besser. Daher haben die Seeländer diesen Sieg nicht gestohlen, und, es werden noch andere Mannschaften bei den Bernern ihre Federn lassen.

Weiter gehts am Mittwoch, im Zingel wartet der EHC Seewen, welcher zum Start gleich mal Martigny bezwungen hat. Spielbeginn 20:15, Vorbericht folgt.

Die drei besten Churer:

*** Dario Caduff (bei den Toren machtlos, sonst sehr souverän)

** Yanick Sablatnig (auffälligster Feldspieler, herrlicher Anschlusstreffer)

* Andi John (führte eine starke Verteidigung an, gewann eine Schlägerei klar nach Punkten)

Bemerkungen: Wir wollten heute eigentlich auch einen “Mond” und nicht nur “Sterne” verteilen, aber das lassen wir für ein andermal…

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