EHC Chur vs. Hockey Huttwil 1:4 (1:2, 0:2, 0:0)
Tore für Chur: Frehner
Zuschauer: 486

Ohne Chance im zweiten Heimspiel

Der EHC Chur verliert auch sein zweites Heimspiel der Saison 2020/21. Gegen den Leader Hockey Huttwil setzte es eine diskussionslose 1:4 Niederlage ab. Nach fünf Spieltagen findet sich der EHC im Tabellenkeller wieder. Nur der Absteiger aus Düdingen, die nur dank der Coronasituation noch in der MSL spielen dürfen, liegen hinter Chur.

Hockey Huttwil galt letzte Saison als Mitfavorit um den Titel. Gekommen ist jedoch alles anders. Während der EHC Chur von vielen Experten als Abstiegskandidat Nr. 1, sich sogar das Playoffheimrecht sichern konnte, musste Huttwil bis zum Schluss zittern, um sich den Ligaverbleib sichern zu können. Diese Saison starteten sie jedoch souverän. Nach vier Spieltagen zierten sie die Tabellenspitze mit einem sensationellen Torverhältnis von 16:2. Es war somit klar, dass dem EHC Chur eine schwere Partie bevorstand. Anlass zur Hoffnung gab jedoch, dass Huttwil bereits am Sonntag im Cup wieder antreten muss (resp. darf) gegen unsere ehemaligen Freunde aus dem Emmental.

Huttwil begann stark und schnürte Chur im eigenen Drittel ein. Das Skore eröffneten jedoch die Churer. Mauro Frehner traf für die weiterhin dezimierten Churer in der 8. Minute. Das Tor tat den Churern sichtlich gut. Sie konnten nun plötzlich mithalten und das Spiel ausgeglichen gestalten. Die Hockeyaner aus Huttwil brauchten eine Überzahlsituation, um wieder ins Spiel zu finden. Dafür brauchten sie umso weniger Zeit, diese Überzahlsituation auszunutzen. Ein gewonnenes Bully, ein paar sinnvolle Pässe und nur 15 Sekunden war der Ausgleich perfekt. Knapp eine Minute später liessen sich die Churer in ihre Zone zurückdrängen und man fühlte sich in einer weiteren Überzahlsituation. Die Churer liessen die Goalieecke offen und Steiner traf mit einem guten, jedoch nicht unhaltbaren Schuss zur 1:2 Führung für die Gäste. Für ein wenig Action sorgte dann noch nach Drittelsende der Huttwiler Trüssel. Trüssel, dessen Coiffeur wohl noch immer im Lockdown steckt, checkte nach Ertönen der Sirene noch völlig unnötig Schnetzer, was noch zu einer Keilerei führte.

Dass die Churer das zweite Drittel in Überzahl beginnen konnte, war eines der wenigen Highlights des zweiten Drittels aus Churer Sicht. Zu schlecht war die Leistung. Das andere Highlight war als die Churer eine über eineinhalb Minuten Unterzahl schadlos überstand. Acht Sekunden nach der Überzahl traf Huttwil zum 1:3. Patrick Meyer der bereits zum 1:1 und zum 1:3 traf, bezwang Caduff noch ein weiteres Mal in der 35. Minute zum vorentscheidenden 1:4.

Chur konnte im letzten Spielabschnitt wieder ein bisschen besser mithalten. Wirklich gefährlich wurde es jedoch nie. Es war von aussen schwierig zu beurteilen, ob Chur nun besseres Eishockey spielte oder ob die Huttwiler im Ausblick auf das morgige Cupspiel sich etwas zurücknahm. Am Resultat änderte sich nichts mehr und Chur verlor auch das zweite Heimspiel der Saison

Fazit: Für diese weitere Niederlage liegen genügend Ausreden auf dem Silbertablett. Das Lazarett ist weiterhin gross und der Gegner war wirklich stark. Aber der fehlende Spielaufbau und die fehlenden Automatismen waren nicht der einzige Knackpunkt. Vieles was letzte Saison den EHC Chur ausmachte, fehlte offensichtlich in den beiden Heimspielen. Das letzte Quäntchen Biss und Wille, der Siegeshunger, die letzte Konsequenz, die Kondition am Schluss noch eine Schippe draufzulegen. Von all dem war nichts zu sehen. Zu guter (fast)Letzt noch ein wenig Ketzerisches. Never change a winning team. Und zu guter Letzt, doch noch etwas positives. Findet die Mannschaft zum Spirit der letzten Saison zurück mit dem Selbstverständnis und Selbstvertrauen kann doch noch viel möglich sein diese Saison. Trotz den vielen Defiziten konnten wir mit drei der vier Topfavoriten mithalten. Also liebe Mannschaft. Im Kopf alles auf 0 stellen und eine Siegesserie starten.

Die drei besten Churer:
*** Frehner (einer von zwei die positiv auffielen)

** Moser (der zweite, der positiv auffiel)

* Capaul (stellvertretend für die Juniorenlinie mit Cola und R. Haueter)

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