EHC Chur vs. HC Sierre 6:5
Tore für Chur: 2x Marha, 2x Ramsauer, Jenni, Dukurs
Zuschauer: 1133
Zurück auf der Siegerstrasse
Der EHC Chur überrascht und ist zurück auf der Siegerstrasse. Nach einigen Spielen ohne Glück und Siegen, war der «Hockey-Gott» dem EHC Chur wieder einmal hold. Gegen den HC Sierre resultierte ein wilder 6:5 Sieg.
Nach der Niederlagenserie in Liga-Spielen waren nur wenige Zuschauer vor dem Match optimistisch den Trend gegen den HC Sierre umzukehren. Sierre hat sich in dieser Saison als klare Top-4-Mannschaft etabliert und kommt von einem überzeugenden Walliser-Derby-Sieg nach Chur. Das Spiel begann jedoch ausgeglichen. Sierre schien optisch die leicht bessere Mannschaft, spielte jedoch oft zu ungenau. Chur suchte immer wieder die Nadelstiche. In der 10. Minute durften die Zuschauer dann das erste Tor bestaunen. Muggli spekulierte nach einem Bully in Spielmitte richtig, erkämpfte den Puck und behielt die Übersicht. Sein Pass auf Marha sorgte für freie Schussbahn für den Topskorer, der sich nicht zwei mal bitten liess und zur viel umjubelten Führung traf. Zwei Minuten vor Drittelsende war das Spiel dann unentschieden. Chur liess sich übertölpeln. Ein Schuss vor der blauen Linie fand den Weg direkt von der Bande zurück vors Tor, wo ein Sierre-Spieler völlig vergessen wurde. Und da Riesen sich weit vor dem Torlinie verschob, musste Sierre nur noch einschieben.
Chur startete schwach in das zweite Drittel. Bereits in der zweiten Minute des zweiten Drittel liessen sich die Churer in der eigenen Zone einschnüren bis sie die Orientierung verloren. Eine Passstafette später führten die Walliser mit 1:2. Ein paar Minuten später spielten die Gäste im Powerplay. Da Chur das Ligaweit-Schlechteste Boxplay aufweist, wussten die erfahrenen Zuschauer was nun kommt. Gegen das Churer-Boxplay genügt es wenn man einen Spieler neben dem Tor abstellt. Eine Idee welche die Brüder zusammen mit ihrem Kompanion Riesen anno dazumal perfektionierten. Jahre später gelingt ihnen keine Lösung dieses einfache Spiel zu verteidigen. Lange Rede, kurzer Sinn. Sierre führte mit 1:3 und Chur schien das Spiel zu entgleiten. Chur kam jedoch überraschend zum schnellen Anschlusstreffer. Jonas Schwab, welcher das erste Spiel für Chur absolvierte, nahm sich ein Herz und schoss von der blauen Linie. Via Halberstadt und Dukurs fand der Puck den Weg zwischen die Beine von Sierre-Torhüter Fatton. Wie gewonnen so zerronnen, schien das Motto danach. Nicht mal eine Minute später durfte auch Sierre ihr abgefälschtes Tor erzielen. Riesen für einmal ohne Chance und Sierre führte wieder mit zwei Toren. Genau eine Minute später erwachte das Publikum jedoch wieder im Thomas-Domenig-Stadion. In einem ansonst schlechten Powerplay spielten die Churer für einmal schnörkellos in die Zone der Gäste. Ramsauer bediente Jenni, der Fatton auf der Stockhandseite erwischte und so den wiederholten Anschlusstreffer erzielen. Im restlichen Drittel war dann Sierre die klar bessere Mannschaft. Chur hatte nun jedoch das Glück auf seiner Seite und musste keinen weiteren Treffer mehr kassieren.
Trotz der spielerischen Überlegenheit von Sierre, blieb den Churer Zuschauer noch Hoffnung im letzten Spielabschnitt. In der 46. Minute wurde die Hoffnung nach Punkten noch grösser. Ramsauer passte einen Pass ab und blieb cool vor dem Tor und traf sehenswert zum Ausgleich. Sierre danach mit dem Time-Out. Chur bleib jedoch dran und kam ebenfalls zu Chancen. Die Toplinie spielte schnörkellos nach vorne. Muggli mit einem Zuckerpass auf Marha, der weiterhin seine Coolness behält und zum vielumjubelten Führungstreffer traf. Sierre danach mit dem Torhüterwechsel zu Berti (bis jetzt 20 Minuten in dieser Saison-gegen Chur). Nachdem die Sierre-Ausländer im ersten Drittel noch spärlich eingesetzt wurden (weniger als 4 Minuten), verliessen sie nun kaum mehr das Spielfeld (bei Spielende 26 Minuten Eiszeit). Chur verteidigte nun mit Mann und Maus und einem Haufen Glück. Sierre hat ihr Time-Out bereits verbraucht, so entschieden sie bereits drei Minuten vor Schluss Berti für einen sechsen Feldspieler zu ersetzen. Chur für einmal souverän in so einer Situation. Ramsauer führte den Puck aus der Zone und traf zum noch viel mehr umjubelten sechsten Treffer für Chur in dieser Partie. Chur nur also der sichere Sieger. Na ja, normal kann Chur sicher nicht. Beim nächsten Bully in der Churer Zone, Sierre wieder ohne Torhüter und nur 15 Sekunden der Anschlusstreffer zum 6:5. Zu Spielen noch über eine Minute. Also eine weitere Minute zittern. Und was für ein Zittern. Sierre schnürte Chur ein. Als der Puck endlich die Churer-Zone verlass, wollte man bereits jubeln. Die Schiedsrichter entschieden jedoch auf Icing und stellten die Uhr nochmals auf 1.2 Sekunden ein. Aber Ramsauer gewann das wichtige Bully und endlich wieder ein Sieg für Chur.
Fazit: Endlich wieder ein Sieg. Das Glück hat man sich redlich verdient, nach den letzten oft unnötigen Punktverlusten. Die Trainer müssen jedoch unbedingt am Boxplay und den einfachen Gegentoren arbeiten. Nach Jahren starker Defensive ist diese nun das Sorgenkind der Churer.
Bemerkung: Kann man bitte bei der nächsten Liga-Versammlung beantragen, dass die Ansagen nicht mehr in allen Landessprachen gemacht werden müssen? Die Namen der Spieler sind in allen Landessprachen gleich und die Nummer 1-99 verstehen die Meisten auch in anderen Landessprache. Sonst hilft das Internet. Strafen dürfen gerne in der Hockey-Sprache Englisch ausgesagt werden.
Die drei besten Churer:
*** Marha
** Ramsauer
* Muggli
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