EHC Chur vs EHC Basel: 2:5
Zuschauer: 472
Tore für Chur: Lampert (2x)

Im Kellerduell gegen den EHC Basel waren Punkte, mal wieder, pflicht. Trotz gutem Startdrittel wurde es aber, mal wieder, eine Niederlage.

Chur startete gut in dieses wichtige Spiel, man spielte mutig nach vorne und spielt konzentriert nach hinten. Bereits 90 Sekunden nach Spielbeginn gab es eine Doppelchance für Lukas Sieber und Curdin Lampert, die aber vom Basler Torhüter Guggisberg pariert werden. Der EHC Chur war in den ersten zehn Minuten die klar bessere Mannschaft, wirklich dominiert hat man aber auch nicht. Auch das erste Powerplay der Churer war zwar nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Die offensiv gefährlichsten Situationen waren allesamt Einzelleistungen. Lukas Sieber, Cedric Sieber und Cyrill Bischofberger tanken sich alle wunderschön durch die gegnerischen Reihen, scheitern aber alle an Torhüter Guggisberg. Basel war offensiv kaum bis gar nicht anzutreffen, dennoch sind es die Basler die den ersten Treffer nach gut 14 Minuten verbuchen. Nach einem Bully kommt der Puck über mehrere Umwege zu Basel Stürmer Rattaggi, der Sarkis zwischen den Beinen erwischt. Chur, die bessere Mannschaft, liess sich davon nicht beeindrucken, keine halbe Minute nach dem 0:1 gleicht unser EHC bereits wieder aus. Lukas Sieber bedient Lampert, der Guggisberg ebenfalls zwischen den Beinen erwischt.

Chur verpasst den Start ins zweite Drittel komplett, bereits nach 49 Sekunden muss man eine Strafe hinnehmen. Basel trifft im Powerplay, in der letzten Sekunde. Eine zu passive Churer Box lässt Vogt völlig frei zum Abschluss kommen, der lässt sich nicht zweimal bitten und trifft haargenau ins Kreuz. Der EHC Basel kann diesen Schwung mitnehmen, ist nach dem erneuten Führungstreffer die bessere Mannschaft und hat das Spiel scheinbar unter Kontrolle. Sieben Minuten nach dem Powerplay dürfen die Basler wieder ran und wieder zappelt das Netz. Diesmal aber auf der anderen Seite! Curdin Lampert zieht an der Abwehr vorbei und erwischt Torhüter Guggisberger im nahen Eck. Short-hander, 2:2, alles wieder offen. Das Basler Momentum ist vorbei, aber auch die Churer kommen nicht mehr richtig in Gang, so plätschert das zweite Drittel, ohne grosse Aufreger, vor sich hin und den Zuschauern wird langsam aber sicher klar, wieso das ein Kellerduell ist.

Chur startet besser ins dritte Drittel. Gerade einmal zwei Minuten sind gespielt im Drittel und schon wird Vier gegen Vier gespielt. Simon Scherrer trifft die Unterlatte und von da springt der Puck an den Pfosten. Einige Fans jubeln schon, andere verwerfen die Arme, aber nur wenige sehen den Gegentreffer auf der anderen Seite. Chur trifft die Latte, im direkten Gegenzug trifft Basel ins Tor. Eigentlich ein gutes Sinnbild der ganzen bisherigen Saison. Keine zwei Minuten später wirds dann ganz bitter, der bis dahin sehr gute Headschidsrichter leistet sich einen riesen Bock und schickt Lukas Sieber auf die Strafbank, nachdem er in den Basler Torhüter gecheckt wurde. Ein absoluter Witz. Ein Witz,  für den Chur teuer bezahlen muss, Basel macht in Überzahl das 4:2. Das kurz darauf folgende 5:2 ist nur noch Ergebniskosmetik, denn Chur findet keine Antwort mehr. Das Spiel ist aus, Chur verliert 2:5 gegen den EHC Basel.

Fazit: Oh man, was für eine bittere Pille schon wieder. Ein schwaches zweites Drittel und viel Pech im dritten und schon sind die nächsten drei Punkte gegen einen direkten Strichkonkurrenten weg. Darf man bei 12 Punkten in 14 Spielen überhaupt noch das Wort Pech in den Mund nehmen? Naja, Fakt ist, dass Chur daheim weiterhin ohne Vollerfolg bleibt und man langsam aber sicher den Anschluss zum Strich verliert.

Die drei besten Churer:
*** Lampert
** Sieber L.
* Fischer

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1 Kommentar

  1. Tatsächlich war das mit Sieber eine Fehlentscheidung. Generell wurden mehrere kleine Strafen ungleichmässig gepfiffen.

    Man muss aber auch sagen, dass das Churer Publikum (zum Teil Spieler) oft überreagiert haben. Zum Beispiel bei Luca Infanger kurz nach Start des dritten Drittels. Dort checkte der Basel einen Churer, welcher aber viel zu tief war. Dass der umfällt ist logisch. Alle konzentrieren sich auf das und der (gerechtfertigt) nichtgegebenen Strafe und machen ein Rachefoul. Da ist man halt selber Schuld wenn die Spieler die Emotionen nicht im Griff hat.

    Aber ja. Ich würde eigentlich gerne beide Teams im oberen Mittelfeld vor 1500 Zuschauer gegeneinander kämpfen sehen. Das ist bei beiden noch lange nicht der Fall. Schade, aber wahr.

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