EHC Chur vs EHC Seewen: 3:4 n.V.
Zuschauer: 364
Tore für Chur: Bucher, Zahner, Monstein

Der EHC kann auch im 2019 daheim nicht gewinnen. Gegen den EHC Seewen setzte es gestern Abend in der Overtime die nächste Niederlage. Ob der gewonnene Punkt uns etwas bringt, wird sich zeigen….

Bitter. Bitter, das geflügelte Wort dieser Saison, und doch trifft es abermals auf ein Spiel des EHC Chur zu, vor Allem, wenn wir auf die ominöse Minute 59:40 schauen. Die Mannschaft hat sich von einem Rückstand ins Spiel zurückgekämpft und es laufen die letzten 20 Sekunden. Jan Monstein trifft…. den linken Aussenpfosten… Teufel noch eins, wenn es sonst schon nicht läuft, kommt auch noch Pech hinzu.

Zwei Stunden früher. Trotz des misslichen Wetters haben sich immerhin 364 Zuseher ins Thomas Domenig Stadion eingefunden. Sie sehen einen nervösen Start beider Teams, die erste gute Chance verpasst Yannick Bucher nach gut fünf Minuten. Im Gegenzug, und auch das ist nichts Neues, trifft Seewen mit der ersten Chance zur Führung für die Gäste. Topscorer Claudio Zurkirchen (und nicht wie im Game Center angegeben Dean Schnüriger) lanciert seinen persönlichen Hattrick. Es sollte nicht das einzige Mal an diesem Abend sein, dass Schiri Gianninazzi etwas falsch erkennt, damit solls dann aber gewesen sein mit der Schirikritik für heute…

Der EHC Chur reagiert mit einem ersten guten Powerplay, Yannick Bucher stiehlt sich auf engstem Raum vors Tor und lässt Seewen Goalie Kruijsen keine Chance. 1:1. Auch bei der nächsten Überzahl jubeln die Hausherren, Cedric Sieber (der kurz zuvor eine gute Gelegenheit verpasst hatte und auch sonst ein gutes Spiel machte) lenkte einen Weitschuss unhaltbar ins Tor ab. Makel, der Stock war dabei zu hoch und der Treffer zählte nicht.

Unsere Jungs bleiben aber dran, mit einem tückischen Schuss zwischen den Beinen von weit rechts ist es Topscorer Patrick Zahner, der den EHC Chur in Führung schiesst. Das Spiel bleibt ruppig, es folgen diverse Strafen, doch die Powerplays sind harmlos. Wie sagte es ein Zeitzeuge ganz richtig, vorher hat es ja ganz gut geklappt, probieren wir mal was anderes. Mit einer knappen Führung und der Erkenntnis, das heute etwas drinliegen könnte, geht es in die erste Pause.

Aufgrund mehrerer Strafen muss sich der EHC Chur nach Wiederanpfiff gegen den drohenden Ausgleich erwehren, was lange Zeit ganz gut klappt. Ausgerechnet ein komischer Rebound findet dann doch den Weg ins heute wieder von Lele Sarkis gehütete Tor. Somit kann die Partie bei Spielmitte neu beginnen. Die Hausherren kommen nun wieder etwas besser ins Spiel, Patrick Zahner trifft bei einer hervorragenden Abschlussgelegenheit nur das Quergestänge, gleiches widerfahrt jedoch auch Seewen auf der Gegenseite. Auch in diesen Belangen bleibt es somit ausgeglichen.

Den beiden Mannschaften gelingt es selten, ein gutes Spiel aufzuziehen, zerfahren und weiterhin ruppig, fast schon gehässig, gestaltet sich die Partie. Wie so oft kann aber den Schwarzen kein Vorwurf im kämpferischen Bereich gemacht werden, dies zeigt sich zum Beispiel, als sich Alex Tkachenko in einen Slapshot der Seebner wirft.

Unsere Mannschaft startet ordentlich ins letzte Drittel und kommt zu zwei, drei guten Chancen. Wie diese verwertet werden, zeigt dann Seewens Zurkirchen, der die Gäste mit einem platzierten Schlenzer ins rechte Eck in Führung schiesst (49′). Im Gegenzug scheitert Yannick Bucher in aussichtsvoller Position, ebenfalls hat der EHC einen weiteren Metalltreffer zu beklagen. Es zeichnet sich langsam aber sicher eine weitere Niederlage ab, doch vier Minuten vor Schluss schiesst Seewen Goalie Kruijsen den durchlaufenden Jan Monstein an, und die Scheibe kullert doch tatsächlich ins Tor, der Ausgleich ist da!

Und dann wäre dann der eingangs erwähnte Aussenpfostentreffer (ebenfalls durch Monstein) zwanzig Sekunden vor Spielende. Wäre aber auch zu schön gewesen.

In der Verlängerung geht es dann genau eine Minute, bis Zurkirchen seinen Hattrick vollendet und ähnlich frei wie beim 2:3 den Sieg und den Zusatzpunkt für Seewen sicherstellt.

Stimmen zum Spiel:

Fazit: Ach ja, was soll man noch gross sagen, einmal mehr geht der EHC als Verlierer vom Eis. Neutral beobachtet könnte man fast behaupten, dass es ein gewonnener und nicht zwei verlorene Punkte sind (abgesehen vom Pfostenschuss ganz zum Schluss). Bloss nutzt uns dieser Punkt wahrscheinlich nicht sehr viel.

Die drei besten Churer:
*** Cedric Sieber
** Yannick Bucher
* Alex Tkachenko

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Bemerkungen: Nachdem mit Simon Scherrer und Siro Rutzer zwei Akteure bereits in Martigny wieder spielen konnten, ist gestern nun auch der anfangs Saison so positiv in Erscheinung getretene Noah Isler ins Team zurückgekehrt. Auch Lars Arpagaus soll kurz vor dem Comeback stehen. Wenigstens von dieser Front gute News…

 

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